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Schweizer Olympiasieger löste Karambolage aus

Der ehemalige Radsportler Robert Dill-Bundi hat am Donnerstag in Aigle VD einen Unfall mit sieben Fahrzeugen verursacht. Vermutlich erlitt er einen epileptischen Anfall.

Robert Dill-Bundii im September 2012.
Robert Dill-Bundii im September 2012.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Der Walliser präsentiert seine Olympia-Goldmedaille, die er 1980 in Moskau in der Disziplin Bahn-Verfolgung gewonnen hat.
Der Walliser präsentiert seine Olympia-Goldmedaille, die er 1980 in Moskau in der Disziplin Bahn-Verfolgung gewonnen hat.
Keystone
Dill-Bundi küsste nach seinem Sieg die Rennbahn in Moskau. Das wurde ihm, mitten im Kalten Krieg, als Unterstützung für die Sowjetunion ausgelegt. Er sagte später, er habe sich einfach bei der Rennbahn bedanken wollen.
Dill-Bundi küsste nach seinem Sieg die Rennbahn in Moskau. Das wurde ihm, mitten im Kalten Krieg, als Unterstützung für die Sowjetunion ausgelegt. Er sagte später, er habe sich einfach bei der Rennbahn bedanken wollen.
Keystone
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Der Radsportler Robert Dill-Bundi (54) überfuhr gegen Mittag am Donnerstag eine rote Ampel, ohne allerdings einen grösseren Unfall zu verursachen. Doch dann raste sein Wagen mit hoher Geschwindigkeit etwa 200 Meter weiter auf einen Verkehrskreisel zu, prallte in die Rückseite eines anderen Autos, das wiederum weitergeschleudert wurde. Am Ende waren sieben Fahrzeuge schwer beschädigt, elf Insassen wurden verletzt, sieben mussten ins Spital gebracht werden. Ein Autolenker ist besonders schwer verletzt, nachdem er in seinem Wagen eingeklemmt worden war.

Wie sich am Freitag herausstellte, hatte Dill-Bundi vermutlich einen epileptischen Anfall und verlor die Herrschaft über seinen Wagen. «Er hatte einen Anfall, möglicherweise einen epileptischen», sagte Alessandro Dill-Bundi, der Sohn des Olympiasiegers, zu «Blick am Abend». Ein Kollege seines Vaters sei während des Unfalls mit ihm im Auto gewesen und habe versucht, dessen Fuss vom Gaspedal zu entfernen.

«Er raste mit einer Geschwindigkeit von über 100 km/h die Strasse hinunter», sagte der Besitzer einer Autogarage in der Nähe der Unfallstelle der Zeitung «Le Matin». «Es war, als ob zwei Züge aufeinanderprallten», berichtete ein Rentnerehepaar der Zeitung.

Das Auto von Dill-Bundi sei beschlagnahmt worden, teilte die Waadtländer Kantonspolizei am Freitag mit. Man gehe davon aus, dass der Unfall medizinische Gründe habe, habe aber auch eine Blutuntersuchung bei Dill-Bundi angeordnet.

Der Walliser Robert Dill-Bundi hatte 1980 bei den Olympischen Spielen in Moskau die Goldmedaille für die Einerverfolgung gewonnen. Später verzeichnete er auch noch einige Erfolge bei Strassenrennen. 1999 wurde bei ihm ein bösartiger Gehirntumor festgestellt, der zu epileptischen Anfällen führte.

Der Tumor konnte jedoch erfolgreich behandelt werden und 2011 gab Dill-Bundi bekannt, dass er geheilt sei. Im Mai sagte er dem «Blick», dass er mit seiner zweiten Frau Yamila aus Kuba in deren Heimat auswandern wolle, um dort ein Restaurant zu eröffnen. Am 15. September wollte das Paar die Schweiz verlassen.

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