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Schwangere und ihr Mann überleben Terrorakt in Lagerraum

Auf seiner Hochzeitsreise in Tunesien hatte ein spanisches Paar Glück im Unglück. Jetzt berichtet es über 24 lange Stunden in einem Versteck.

Schreckliches Erlebnis in Tunis: Cristina Rubio, im vierten Monat schwanger, ist wohlauf.
Schreckliches Erlebnis in Tunis: Cristina Rubio, im vierten Monat schwanger, ist wohlauf.
Keystone

Ein Spanier und seine im vierten Monat schwangere Ehefrau haben den Anschlag auf das Nationalmuseum in Tunis in einem Lagerraum überlebt. «Wir waren auf unserer Hochzeitsreise in Tunesien und gerieten in Tunis mitten in den Anschlag», erzählte Juan Carlos Sánchez heute einem spanischen TV-Sender. «Als wir aus dem Museum kamen, sahen wir, dass Terroristen auf Leute am Eingang schossen», sagte Sánchez. «Ein Mensch wurde getötet. Und wir begriffen, was sich abspielte: Das waren Terroristen.» Sie hätten sich dann in einem Lagerraum des Bardo-Museums versteckt, «alles gehört, was passierte, und darauf gewartet, dass es vorbei ist». Während 24 sehr langen Stunden hätten sie es nicht gewagt, sich zu rühren. «Wir hörten arabische Stimmen und wussten nicht, ob es Terroristen oder Polizisten waren.»

Laut Medienberichten hatte ein Museumsmitarbeiter dem Paar in das Versteck geholfen. Erst am Tag danach wurden die drei Personen gefunden. Gemäss Krankenhausangaben wurde Sánchez' Frau Cristina Rubio in Tunis von Gynäkologen untersucht. Sie und ihr Mann seien wohlauf, sie stünden jedoch unter Schock. Das spanische Ehepaar hatte auf seiner Reise mit einem Kreuzfahrtschiff aus Barcelona einen Zwischenhalt in Tunis gemacht, als es zum Terroranschlag kam. Juan Carlos Sánchez und Cristina Rubio werden so rasch wie möglich nach Spanien zurückreisen. Die Hochzeitsreise werden sie zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Bewaffnete Angreifer hatten am Mittwoch das Nationalmuseum in der tunesischen Hauptstadt gestürmt und 21 Menschen erschossen, darunter 20 ausländische Touristen. Zu der Tat bekannte sich die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Nach tunesischen Angaben wurden die beiden getöteten Attentäter in Libyen an Waffen ausgebildet.

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