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Schütze von Daillon könnte verwahrt werden

Der Mann, der im Januar 2013 im Unterwalliser Dorf Daillon drei Menschen tötete und zwei weitere verletzte, ist laut einem Gutachten psychisch krank.

Grosse Anteilnahme: Kerzenumzug in Daillon VS. (5. Januar 2013)
Grosse Anteilnahme: Kerzenumzug in Daillon VS. (5. Januar 2013)
AFP
Am Umzug nehmen zahlreiche Bewohner der Region teil. (5. Januar 2013)
Am Umzug nehmen zahlreiche Bewohner der Region teil. (5. Januar 2013)
Keystone
Die Polizei sperrte die Zufahrt nach Daillon ab: Ein Polizeischild auf der Strasse. (3. Januar 2013)
Die Polizei sperrte die Zufahrt nach Daillon ab: Ein Polizeischild auf der Strasse. (3. Januar 2013)
Keystone
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Beim Schützen von Daillon ist eine Rückfallgefahr nicht ausgeschlossen. «Die psychischen Probleme meines Klienten wurden schon lange vor dem Drama diagnostiziert», sagte die Anwältin des mutmasslichen Todesschützen von Daillon, Audrey Wilson-Moret, zu einem Bericht von «20 minutes» vom Freitag. Gemäss einem ersten psychiatrischen Gutachten wird der Mann als schizophren eingestuft. Das Risiko eines Rückfalls sei vorhanden.

Am Abend des Dramas im Januar 2013 hatte der 33-jährige Schweizer mindestens 1,75 Promille Alkohol im Blut. «Psychische Störungen und Alkohol vertragen sich schlecht, aber Alkohol allein hätte nicht genügt, um das Drama anzurichten», ist Wilson-Moret überzeugt.

Zweites Gutachten bestellt

«Der zuständige Staatsanwaltschaft und die Parteien haben ein zweites psychiatrisches Gutachten angefordert», bestätigte der Staatsanwalt auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der mutmassliche Täter befindet sich nach wie vor in Haft.

Gegen ihn läuft eine Untersuchung wegen Mordes, vorsätzlicher Tötung, Gefährdung des Lebens anderer sowie schwerer Körperverletzung. Aufgrund dieser Vorwürfe muss er mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe rechnen. Um gegebenenfalls eine lebenslange Verwahrung anordnen zu können, verlangt das Strafgesetzbuch zwei psychiatrische Gutachten.

Familiäre Probleme

Beim mutmasslichen Todesschützen handelt es sich um einen ledigen Einwohner des 400-Seelen-Dorfes Daillon im Unterwallis. Am Abend des Dramas eröffnete er das Feuer auf mehrere Personen, zuerst vom Fenster seiner Wohnung aus und anschliessend auf offener Strasse.

Dabei traf er drei Frauen tödlich, darunter eine Ehefrau und Mutter im Alter von 32 Jahren. Zwei Männer wurden verletzt, darunter ein Onkel des mutmasslichen Täters. Bei der Befragung erklärte der Schütze, er habe ein altes, familiäres Problem regeln wollen.

Veritables Waffenarsenal

Bei der Bluttat verwendete der Schütze einen älteren Armeekarabiner und eine Schrotflinte. Am Tatort wurden ungefähr 30 ausgeworfene Hülsen gefunden. Bei ihm zu Hause wurde ein eigentliches Waffenarsenal entdeckt. Der Mann besass Karabiner, Pistolen, Messer, Säbel, Munition und sogar eine Panzerfaust. Die meisten Waffen hatte er legal bei Waffenhändlern oder Privatpersonen erworben.

SDA/rub

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