Zum Hauptinhalt springen

Mann schiesst Polizistin in den Kopf

Nach einer Rangelei am S-Bahnhof Unterföhring bei München hat ein Mann einer Beamtin in den Kopf geschossen. Sie schwebt in Lebensgefahr.

Mehrere Verletzte: In München sind heute Morgen Schüsse gefallen. (Video: Tamedia/rtve.es)

Bei einem eskalierten Polizeieinsatz hat ein 37-jähriger Mann am S-Bahnhof in Unterföhring bei München eine Polizistin mit einem Kopfschuss lebensbedrohlich verletzt. Drei weitere Menschen wurden verletzt, darunter auch der Angreifer, wie die Polizei heute mitteilte. Einen terroristischen Hintergrund schloss die Polizei aus.

Wie die Polizei mitteilte, war eine aus zwei Beamten bestehende Streife zu dem S-Bahnhof geschickt worden, nachdem mehrere Zeugen von einer Schlägerei in einer voll besetzten S-Bahn berichtet hatten. Der Zug der Flughafenlinie S8 sei in Unterföhring stehen geblieben. Es sei auch gelungen, den 37-Jährigen aus dem Zug zu holen. Der Mann war der Polizei seit 2014 wegen eines kleineren Drogendeliktes bekannt.

Vom Routine-Einsatz zur Eskalation

Am Bahnsteig habe der Mann versucht, einen Polizisten vor eine einfahrende S-Bahn zu schubsen, erklärten die Beamten. Diesem Polizisten habe er auch dessen Dienstwaffe entwenden können, mit der er anschliessend schoss und die 26-jährige Polizistin in den Kopf traf. Danach wollte der Täter fliehen, wurde von der Polizei aber nach wenigen Metern gefasst. Die Waffe hatte er zuvor liegen gelassen. Er hatte das ganze Magazin geleert.

«Ein trauriger Tag für die Münchner Polizei», lauten Hubertus Andrä Worte eingangs der Pressekonferenz. Der Polizeipräsident von München sprach von einer sinnlosen Tat, welche die Polizei betroffen mache.

Ein Einzeltäter

Die Polizistin erlitt den Angaben zufolge lebensgefährliche Verletzungen, sie kam zur Operation in ein Spital. Auch der angeschossene Angreifer und zwei bei den Schusswechseln ebenfalls verletzte Passanten kamen in Münchner Spitäler.

Der S-Bahnhof wurde gesperrt und für mehrere Stunden nicht mehr angefahren. Neben Münchner Polizisten kam auch die Bundespolizei zum Einsatz. Nach den bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei dem Angreifer um einen Einzeltäter.

SDA/nag

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch