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San Franciscos «schiefer Turm» sorgt für Spott

Der 200 Meter hohe Wolkenkratzer Millennium Tower in San Francisco sinkt und kippt seitwärts, wie neue Satellitenbilder der Europäischen Raumfahrtagentur Esa zeigen.

Satellitenbilder der Esa zeigen, dass der Millennium Tower von San Francisco schiefer und schiefer wird. (24. November 2016)
Satellitenbilder der Esa zeigen, dass der Millennium Tower von San Francisco schiefer und schiefer wird. (24. November 2016)
Esa, Keystone
Seit seiner Eröffnung im Jahr 2009 soll das Hochhaus um 40 Zentimeter gesunken sein. (Archivbild)
Seit seiner Eröffnung im Jahr 2009 soll das Hochhaus um 40 Zentimeter gesunken sein. (Archivbild)
Justin Sullivan/Getty Images, AFP
Der «Schiefe Turm von San Francisco» sorgt bei den Bewohnern der Stadt für Spott. (Archivbild)
Der «Schiefe Turm von San Francisco» sorgt bei den Bewohnern der Stadt für Spott. (Archivbild)
Eric Risberg, Keystone
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Der 58 Stockwerke zählende und knapp 200 Meter hohe Millennium Tower von San Francisco sinkt jedes Jahr um mehrere Zentimeter und kippt seitwärts. Das geht aus Satellitenbildern der Europäischen Raumfahrtagentur Esa hervor.

In dem 2009 fertiggestellten Wolkenkratzer mit dunkler Glasfassade sind Luxus-Apartments untergebracht. Vermutlich ruhten die Stützstäbe unter dem Bau nicht fest auf dem Fundament, heisst es in einer Esa-Mitteilung.

In der kalifornischen Küstenstadt sorgt das als «Schiefer Turm von San Francisco» verspottete Gebäude schon seit längerer Zeit für Gesprächsstoff. Für die mehr als 400 edlen Wohnungen im Herzen der Innenstadt hatten Käufer mehrere Millionen Dollar gezahlt. Der Millennium Tower ist der höchste Wohnbau in der immer wieder von Erdbeben geplagten Stadt. Einem Gutachter zufolge ist es seit 2009 mehr als 40 Zentimeter gesunken und 15 Zentimeter zur Seite gekippt.

Bericht von ABC-News über den sich neigenden Millennium Tower.

Schadenersatz über 500 Millionen Dollar

In einer Sammelklage gegen die Eigentümer, die Schadenersatz in Höhe von 500 Millionen Dollar fordert, ist von Rissen im Gebäude und eintretendem Wasser die Rede. Erdbeben könnten die Lage noch verschlimmern. Möglicherweise habe auch der Bau eines neuen Zug- und Busbahnhofs neben dem Wolkenkratzer zu der gefährlichen Entwicklung beigetragen, heisst es in der Klageschrift.

Die Entwicklerfirma muss sich möglicherweise auch strafrechtlich verantworten, sofern sie von dem Problem wusste. «Wir werden nicht tatenlos zusehen und einem Entwickler erlauben, sich auf Kosten anderer zu bereichern, indem entscheidende Informationen versteckt werden, die laut Gesetz offengelegt werden müssen», teilte Staatsanwalt Dennis Herrera nach einer Klage Anfang November mit.

SDA/chk

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