Zum Hauptinhalt springen

Russlands Ehrgeiz, unsichtbar zu sein

An der internationalen Luftfahrtmesse Maks nahe Moskau wurde ein Prototyp des Tarnkappenbombers Suchoi T-50 präsentiert – ein Projekt, das ein amerikanisches Waffensystem in Bedrängnis bringen soll.

Jets mit Radartarnung im Einsatz: Die F-117A Nighthawk beim Start von der Holloman Air Force Base in New Mexiko ...
Jets mit Radartarnung im Einsatz: Die F-117A Nighthawk beim Start von der Holloman Air Force Base in New Mexiko ...
Keystone
... und ein B-2-Tarnkappenbomber bei der Landung auf der Whiteman Air Force Base in Missouri im März 2011, nach seiner Rückkehr aus Libyen (Quelle: US Air Force)
... und ein B-2-Tarnkappenbomber bei der Landung auf der Whiteman Air Force Base in Missouri im März 2011, nach seiner Rückkehr aus Libyen (Quelle: US Air Force)
U, AFP
1 / 2

Das Jagdflugzeug der fünften Generation wurde in Zusammenarbeit mit Indien entwickelt. Es soll zu einem wesentlich günstigeren Preis auf den Markt kommen als der Bomber F-22 Raptor aus den USA, wie es heisst. Die russische Armee will nach eigenen Angaben mindestens 150 Suchoi T-50 erwerben, Indien soll Interesse an 200 Maschinen haben. In den kommenden Jahrzehnten sollen bis zu 1000 Suchoi T-50 für den internationalen Waffenmarkt produziert werden.

Der erste Probeflug der Suchoi T-50 hatte am 29. Januar 2010 stattgefunden – mit vier Jahren Verspätung, denn ursprünglich war der Jungfernflug für das Jahr 2006 geplant. Der Testpilot namens Sergej Bogdan beschrieb seine Aufgabe laut einer Mitteilung des Herstellers damit, die Flugeigenschaften der Maschine unter unterschiedlichen Bedingungen zu überprüfen, die Funktion der Triebwerke und weitere Eigenschaften. Das Flugzeug sei «leicht und komfortabel zu steuern», wurde er in der Mitteilung zitiert.

Nur wenig detaillierte Informationen öffentlich

Ob die Militärmaschine tatsächlich die gewünschten Tarnkappen-Eigenschaften hat, ist damit allerdings noch nicht belegt. Die Webseite des «Business Standard» zitierte im Januar 2010 jedoch das indische Verteidigungsministerium mit der Aussage, dass der Radarquerschnitt des Kampfjets nur einen halben Quadratmeter betrage – sehr wenig also, hiess es weiter, verglichen mit den rund 20 Quadratmetern, mit denen ein Kampfjet wie die SU-30 MKI für Radaranlagen sichtbar sei.

Wie bei anderen Tarnkappen-Kampfjets üblich, wird ein Teil der vorgesehenen Waffen innerhalb der Aussenhülle transportiert, um den Querschnitt nicht zu erhöhen. Allerdings sind laut einem Bericht über technische Zeichnungen an den Unterflügeln Aufhängepunkte für eine Einrichtung zu sehen, an denen grössere Waffen wie Luft-Boden-Raketen oder andere Flugkörper befestigt werden könnten – eine Konstruktion, die zur geplanten «Unsichtbarkeit» in Widerspruch stehen würde.

Antwort auf taktische Vorgaben der Luftwaffe

Die Grundlage zur Entwicklung der Suchoi T-50 war in der russischen Luftwaffe schon Ende der Neunzigerjahre gelegt worden. Der Entschluss zu einer Kooperation mit Indien fiel während eines Besuchs des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew im Dezember 2010 in Delhi. Laut den bisherigen Plänen soll die Suchoi T-50 im Jahr 2015 in die Serienproduktion gehen. Auf der Basis des Entwicklungsprogramms ist geplant, eine zweisitzige Variante für die indische Luftwaffe zu liefern.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch