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Russischer Ex-Polizist tötete 78 Frauen

Ein Gericht hat Russlands schlimmsten Serienmörder verurteilt. Er lockte seine Opfer mit nächtlichen Fahrten im Polizeiauto an.

Hatte laut der Staatsanwaltschaft eine «pathologische Lust am Töten von Menschen»: Serienmörder Michail Popkow im Gerichtssaal in Irkutsk. (10. Dezember 2018)
Hatte laut der Staatsanwaltschaft eine «pathologische Lust am Töten von Menschen»: Serienmörder Michail Popkow im Gerichtssaal in Irkutsk. (10. Dezember 2018)
AFP

Ein Gericht im sibirischen Irkutsk hat am Montag einen ehemaligen Polizisten wegen 56 Morden schuldig gesprochen und eine lebenslange Haftstrafe verhängt. Der bereits zuvor wegen 22 Frauenmorden zu lebenslanger Haft verurteilte Mann ist damit Russlands Serienmörder Nummer eins. Die weiteren 56 Morde wurden zwischen 1992 und 2007 verübt, wie die Staatsanwaltschaft von Irkutsk in einer von Medien verbreiteten Mitteilung erklärte.

Die Staatsanwaltschaft warf Michail Popkow demnach eine «pathologische Lust am Töten von Menschen» vor. Bereits 2015 war der ehemalige Beamte wegen Mordes an 22 Frauen verurteilt worden. Später gestand er 59 weitere Morde, in 56 Fällen wurde er nun schuldig gesprochen. Drei Morde konnten ihm die Ermittler nicht nachweisen, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete.

Der Täter hatte von 1992 bis 2010 in der Stadt Angarsk Jagd auf Frauen gemacht. Wenn sie abends allein auf dem Heimweg waren, bot er ihnen an, sie im Auto mitzunehmen. An einsamen Stellen im Wald vergewaltigte und tötete er dann die Frauen. Er selbst verstand sich demnach als «Reiniger» und ermordete die Frauen wegen ihres angeblich «unmoralischen Lebenswandels». Dabei arbeitete er bis 1998 als Streifenpolizist. Die Ermittler in der verarmten Stadt taten sich über Jahre schwer, dem Kollegen auf die Spur zu kommen.

Als bislang schlimmster Serienmörder in Russland und der ehemaligen Sowjetunion galten Alexander Pitschuschkin, der 2007 wegen 48 Morden zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, sowie Andrej Tschikatilo, der noch zu Sowjetzeiten wegen 52 Morden ins Gefängnis musste.

(AFP/SDA)

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