Russische Politikerin warnt vor Sex mit WM-Touristen

Eine kommunistische Abgeordnete rät Russinnen von Affären während der Fussball-WM ab. Sie fürchtet eine Zunahme unehelich geborener Kinder.

Ein Paar geniesst den Sonnenschein vor dem WM-Stadion Samara Arena im russischen Samara.

Ein Paar geniesst den Sonnenschein vor dem WM-Stadion Samara Arena im russischen Samara.

(Bild: Keystone Laurent Gillieron)

Die Vorsitzende des Familienausschusses im russischen Parlament hat die Bürgerinnen ihres Landes vor sexuellen Abenteuern mit WM-Touristen gewarnt. Russinnen sollten nicht von ausländischen Besuchern schwanger werden – erst recht nicht, wenn diese eine andere Hautfarbe haben, sagte die kommunistische Abgeordnete Tamara Pletnewa am Mittwoch dem Radiosender Goworit Moskwa.

Kinder aus derartigen Verbindungen würden bei alleinerziehenden Müttern aufwachsen, sagte Pletnewa. «Es sind die Kinder, die darunter leiden. Wenn sie Glück haben, haben sie dieselbe Hautfarbe wie die Mutter. Wenn sie einer anderen Rasse angehören, ist es schlimmer.» Die Kommunistin betonte, dass sie «keine Nationalistin» sei.

«Bei der Mutter zurückgelassen»

In dem Interview wurde die Abgeordnete darauf hingewiesen, dass Präsident Wladimir Putin eigentlich eine Erhöhung der Geburtenrate anstrebe. «Wir sollten unsere eigenen Kinder zeugen», entgegnete sie. Kinder von durchreisenden WM-Touristen würden «aufgegeben und einfach bei ihrer Mutter zurückgelassen».

oli/afp

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