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Raumfahrtverantwortliche nach Satellitenabsturz gefeuert

Die Ursache für den Absturz dreier russischer Satelliten von Anfang Dezember scheinen geklärt. Gleichzeitig entlässt Staatschef Dmitri Medwedew die Verantwortlichen des missglückten Raumfahrtseinsatzes.

Stürzte kurz nach dem Start mit den drei Satelliten ab: Trägerrakete Proton-M.
Stürzte kurz nach dem Start mit den drei Satelliten ab: Trägerrakete Proton-M.
Keystone

Nach dem Absturz dreier russischer Satelliten Anfang des Monats hat Staatschef Dmitri Medwedew zwei ranghohe Verantwortliche der Raumfahrtindustrie des Landes gefeuert. Entlassen worden seien der Vizechef des Raketen- und Raumfährenherstellers Energia, Wjatscheslaw Filin, sowie der stellvertretende Leiter der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Viktor Remischewski, teilte der Kreml am Mittwoch mit. Sie seien verantwortlich für die «Fehler bei der Treibstoffberechnung», die Ursache für den Absturz sein sollen. Roskosmos-Chef Anatoli Perminow sei eine Rüge erteilt worden. Medwedew habe zudem Massnahmen angeordnet, um die «Disziplin» bei Roskosmos zu verbessern.

Am 5. Dezember hatte eine Proton-Rakete, die drei Satelliten für das russische Navigationssystem Glonass ins All bringen sollte, nach dem Start nicht die vorgesehene Umlaufbahn erreicht. Die Satelliten stürzten vor Hawaii ins Meer. Der Absturz bedeutete einen enormen Rückschlag für die russischen Ambitionen, ein eigenes Satelliten-Navigationssystem zu installieren und damit dem US-System GPS Konkurrenz zu machen.

Programmierfehler im Computersystem

Experten machten zunächst einen Programmierungsfehler im Computersystem an Bord der Trägerrakete für das Scheitern verantwortlich. Eine Untersuchungskommission kam aber zu dem Schluss, dass die Trägerrakete wegen einer Fehlkalkulation bei der Beladung mit Treibstoff zu schwer war.

AFP/mrs

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