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Freund von Kirchen-Attentäter in Genf verhaftet

In der Westschweiz wurde ein 17-jähriger Freund von einem der Priester-Mörder festgenommen. Noch gibt es keine Hinweise darauf, dass er etwas mit dem Attentat in Rouen zu tun hatte.

Der Schock sitzt tief: In der Nähe des Tatorts fanden sich viele Trauernde ein. (26. Juli 2016)
Der Schock sitzt tief: In der Nähe des Tatorts fanden sich viele Trauernde ein. (26. Juli 2016)
AFP
Sie legten Kerzen und Blumen nieder. (26. Juli 2016)
Sie legten Kerzen und Blumen nieder. (26. Juli 2016)
AFP
Frankreich befindet sich derzeit in höchster Alarmbereitschaft, nachdem bei einem Anschlag in Nizza am 14. Juli 84 Menschen getötet worden waren (Soldaten an der Seine in Paris).
Frankreich befindet sich derzeit in höchster Alarmbereitschaft, nachdem bei einem Anschlag in Nizza am 14. Juli 84 Menschen getötet worden waren (Soldaten an der Seine in Paris).
AFP
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Ein Minderjähriger, der mit einem der Angreifer auf eine Kirche in Nordfrankreich befreundet sein soll, ist in der Schweiz festgenommen worden: Der 17-Jährige wurde in Genf verhaftet. Er wurde an Frankreich ausgeliefert, wie die Genfer Staatsanwaltschaft mitteilte.

Der junge Mann sei am 20. Juli im Genfer Hauptbahnhof zusammen mit einer weiteren Person festgenommen worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Henri Della Casa, auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht der Westschweizer Zeitung «Tribune de Genève».

Reise nach Syrien geplant

Frankreich hatte für den Jugendlichen einen internationalen Haftbefehl ausgestellt. Im Auftrag des Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) verhörte der Genfer Staatsanwalt den 17-Jährigen, bevor dieser zusammen mit der anderen festgenommenen Person an Frankreich ausgeliefert wurde.

Der junge Mann habe erneut nach Syrien reisen wollen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Personen, die mit der Untersuchung in Frankreich befasst sind. Er hatte demnach bereits 2015 versucht, von Genf nach Syrien zu reisen, damals gemeinsam mit A. K., einem der Kirchenattentäter aus Nordfrankreich. Damals war der heute 17-Jährige in der Türkei festgenommen und zu seiner Familie zurückgebracht worden.

Der Minderjährige wurde von der französischen Anti-Terror-Staatsanwaltschaft wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung mit terroristischer Absicht angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Derzeit gebe es keinerlei Hinweise darauf, dass er etwas mit Attentat in Rouen zu tun habe, hiess es aus Justizkreisen in Frankreich.

Attentat in Rouen

Zwei 19-Jährige hatten am Dienstag, 26. Juli, nahe der nordfranzösischen Stadt Rouen während eines Gottesdienstes einem 86-jährigen Priester die Kehle durchgeschnitten und einen Gottesdienstbesucher schwer verletzt. Die Angreifer wurden von Polizisten erschossen.

SDA/kat

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