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Polizei findet acht tote Kinder

In einem Haus im australischen Cairns sind acht Kinder ermordet worden. Die Mutter steht unter Verdacht.

Drama in Cairns: Die Polizei nimmt Ermittlungen auf. (19. Dezember 2014)

Nach der Entdeckung von acht toten Kindern in einem Haus im australischen Cairns hat die Polizei eine Frau als mutmassliche Täterin festgenommen. Die 37-Jährige befinde sich in einem Krankenhaus unter Polizeigewahrsam, teilte ein Sprecher mit. Den Angaben zufolge ist sie die Mutter von sieben der acht Kinder im Alter von 18 Monaten bis 14 Jahre, das achte war demzufolge eine Nichte. Wie die Kinder starben, teilte die Polizei noch nicht mit.

Nur wenige Tage nach dem Geiseldrama in Sydney hatte eine neue Tragödie Australien erschüttert: In einem Haus im nordaustralischen Cairns wurden acht getötete Kinder gefunden. Die Opfer waren zwischen 18 Monaten und 15 Jahren alt, wie die Polizei im Bundesstaat Queensland mitteilte. Die Polizisten entdeckten in dem Haus im Bezirk Manoora auch eine mit Stichwunden übersäte 34-jährige Frau.

Cairns steht unter Schock: Eine Frau legt beim Haus Blumen nieder. (19. Dezember 2014)
Cairns steht unter Schock: Eine Frau legt beim Haus Blumen nieder. (19. Dezember 2014)
Keystone
Die Polizei bewacht in der Nacht das Haus, wo die toten Kinder gefunden wurden. (20. Dezember 2014)
Die Polizei bewacht in der Nacht das Haus, wo die toten Kinder gefunden wurden. (20. Dezember 2014)
AFP
Die Polizei betreut eine Frau. (19. Dezember 2014)
Die Polizei betreut eine Frau. (19. Dezember 2014)
Keystone
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Auch die 34-Jährige, die in stabilem Zustand sei, werde befragt, sagte Ermittler Bruno Asnicar. Auf die Frage, ob sie eine Verdächtige sei, sagte der Polizist, im Moment würden alle befragt, die in den vergangenen zwei bis drei Tagen Kontakt mit der Familie hatten. Die Gemeinde müsse jedenfalls nicht fürchten, dass ein achtfacher Mörder noch frei herumlaufe. «So wie es im Moment aussieht, muss die Öffentlichkeit darüber nicht in Sorge sein, ausser über die Tatsache, dass es ein tragisches, tragisches Ereignis ist», sagte Asnicar.

«Wir sind eine grosse Familie»

Premierminister Tony Abbott zeigte sich geschockt über den gewaltsamen Tod der Kinder. «Alle Eltern fühlen eine herzzerbrechende Traurigkeit über das, was passiert ist. Das ist ein entsetzliches Verbrechen. Das sind harte Tage für unser Land.»

Lisa Thaiday, nach eigenen Angaben die Cousine der verletzten Frau, sagte, ein älterer Bruder, ein 20-jähriger Mann, sei nach Hause gekommen und habe seine Geschwister tot aufgefunden. «Ich werde jetzt nach ihm sehen, er braucht Trost», sagte Thaiday weiter. «Wir sind eine grosse Familie...Ich kann es einfach nicht glauben.»

Am Montag hatte ein Mann in einem Café in Sydney 17 Geiseln genommen. In der Nacht zu Dienstag wurde er von Spezialkräften der Polizei erschossen, die das Gebäude im Zentrum der australischen Metropole nach 16 Stunden stürmten. Neben dem Geiselnehmer kamen der 34-jährige Filialleiter des Cafés und eine 38-jährige Anwältin und dreifache Mutter ums Leben.

(AP)

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