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Polizei fasst zwei Verdächtige im Aargauer Familiendrama

Nach dem gewaltsamen Tod eines Ehepaars am Mittwochabend in Sarmenstorf AG hat die Polizei den Sohn des Paares und dessen Ehefrau festgenommen.

In Sarmenstorf hat sich gestern Abend ein Familiendrama zugetragen. Ein Angehöriger fand gestern gegen 20 Uhr die zwei leblosen Körper einer 60-jährigen Frau und ihres 64-jährigen Mannes. Der alarmierte Rettungsdienst konnte wenig später nur noch den Tod des Schweizer Ehepaars feststellen, wie die Aargauer Kantonspolizei heute mitteilte.

Zwei Personen aus dem familiären Umfeld standen bald unter dringendem Tatverdacht. Es handelt sich dabei um den Sohn des Ehepaares und dessen Ehefrau. Die beiden Schweizer hätten in den frühen Morgenstunden in der Umgebung des Tatorts festgenommen werden können, teilte die Aargauer Kantonspolizei heute mit. Die beiden Personen seien in Untersuchungshaft, erklärte Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantospolizei Aargau, gegenüber der SDA.

Der Tatverdächtige habe sich vor einiger Zeit selbst bei der Polizei gemeldet, sagte Graser. Er habe sich von den Eltern bedroht gefühlt und zum Teil auch wirre Aussagen gemacht. Berichte wonach der Verdächtige bereits Todesdrohungen gegenüber den Eltern ausgestossen hatte, konnte der Polizeisprecher nicht bestätigen.

Täter kündigte Tat angeblich an

Zum Tatmotiv konnte die Polizei noch keine Angaben machen: Die Befragungen seien im Gange, sagte Polizeisprecher Graser. Trotz der Festnahme der beiden Personen liefen die Ermittlungen nach allen Richtungen weiter, heisst es im Communiqué. Auch zur Tatwaffe wurden noch keine Aussagen gemacht: Man habe zwar Erkenntnisse gewonnen, sagte Graser. Man müssen nun aber noch die Resultate der Obduktion abwarten. Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

Laut Aargauerzeitung.ch handelt es sich zumindest bei einem der Verdächtigen um einen Sohn des ermordeten Ehepaars. Er sei psychisch angeschlagen und habe sich bereits vor Wochen bei der Polizei gemeldet. Er soll gedroht haben, gegen seine Eltern gewalttätig zu werden.

Drittes Tötungsdelikt im Aargau

Das Tötungsdelikt in Sarmenstorf ist bereits das dritte, das den Kanton Aargau seit Anfang Jahr erschüttert. Im Mai hatte ein psychisch kranker Mann in Würenlingen seine Schwiegereltern, seinen Schwager und einen Nachbarn getötet, bevor er sich selbst richtete.

Anfang Februar war ein vierjähriges Mädchen tot in einer Wohnung in Niederlenz aufgefunden worden. Der Hauptverdächtige, der Vater des Opfers, nahm sich im Mai mit einem Sprung ins Treppenhaus des Gefängnisses selber das Leben.

SDA/chk/fal

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