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Pistorius will offenbar Vergleich erzielen

Der Gerichtsfall Oscar Pistorius könnte mit der Zahlung von Schadenersatz enden: Laut einem Bericht verhandeln die Anwälte des Sprintstars mit der Familie Steenkamp.

Könnte fast 200'000 Franken erhalten: Die Familie der getöteten Reeva Steenkamp – im Bild Mutter June – bei der Beerdigung in Port Elizabeth. (19. Februar 2013)
Könnte fast 200'000 Franken erhalten: Die Familie der getöteten Reeva Steenkamp – im Bild Mutter June – bei der Beerdigung in Port Elizabeth. (19. Februar 2013)
AFP

Der unter Mordverdacht stehende südafrikanische Prothesensprinter Oscar Pistorius will sich offenbar mit der Familie seiner getöteten Freundin aussergerichtlich auf die Zahlung von Schadenersatz einigen. Dies berichtete die südafrikanische Zeitung «The Times».

Demnach sollen Verhandlungen zwischen den Anwälten beider Seiten über die Höhe der Summe im Gange sein. Der 26-jährige Pistorius hatte das Model Reeva Steenkamp in der Nacht zum Valentinstag durch eine geschlossene Badezimmertür erschossen.

Während die Staatsanwaltschaft von vorsätzlichem Mord ausgeht, beteuert Pistorius, er habe Einbrecher im Haus vermutet und deshalb geschossen. Neben dem Mordprozess, der im März 2014 stattfindet, wollen die Eltern von Steenkamp gleichzeitig in einer Zivilklage Schadenersatz fordern.

Auf finanzielle Unterstützung angewiesen

Barry und June Steenkamp sagen, sie seien finanziell auf die Unterstützung ihrer prominenten Tochter angewiesen gewesen. Einzelheiten der Gespräche wurden bisher nicht bekannt, jedoch sprach die Zeitung von einer möglichen Zahlung in Höhe von drei Millionen Rand (274'000 Franken).

Pistorius hofft offenbar, so eine zivile Klage abzuwenden und die finanziellen Fragen noch vor Beginn des Mordverfahrens gelöst zu haben. Der Sportler war erst am Montag erneut vor einem Gericht in Pretoria erschienen.

Dabei übergab die Staatsanwaltschaft die Anklageliste offiziell an das Gericht und die Verteidigung. Demnach wurden 107 Zeugen geladen, die gegen Pistorius aussagen sollen. Sollte er schuldig gesprochen werden, droht dem Sportler eine lebenslange Haftstrafe.

SDA/fko

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