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Pisten begehrt – Strassen überlastet

Die Schweizer Bergbahnen verzeichneten am Wochenende einen Besucherrekord. Besonders gestern hatte der Andrang in den Bergen jedoch Staus und lange Wartezeiten auf den Strassen zur Folge.

Vielerorts kamen so viele Besucher wie noch nie in dieser Saison: Wintersportler geniessen Sonne und Schnee auf der Skipiste in St. Moritz.
Vielerorts kamen so viele Besucher wie noch nie in dieser Saison: Wintersportler geniessen Sonne und Schnee auf der Skipiste in St. Moritz.
Keystone

Fantastisches Winterwetter sorgte an diesem Wochenende für grossen Andrang an Skiliften und Bergbahnen in der ganzen Schweiz. Entsprechend viele Menschen waren auf den Strassen unterwegs. Besonders gestern kam es dabei zu Verkehrsbehinderungen.

«An diesem Wochenende hatten wir so viele Besucher wie noch nie in dieser Saison», frohlockte Armon Cantieni, Direktor der Bergbahnen Gstaad im Berner Oberland. Besonders gestern sei der Andrang auf den Skipisten «enorm» gewesen, sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Zwar mussten Wartezeiten von bis zu 20 Minuten in Kauf genommen werden, doch das ist an solchen Tagen normal.»

«Gestern war ein absoluter Spitzentag», sagte auch Urs Elmiger von den Andermatt Sportbahnen im Kanton Uri. «Grund dafür war das sonnige Wetter in Kombination mit den guten Schneebedingungen.» Normalerweise kämen am Stephanstag am meisten Besucher, nicht so aber dieses Jahr.

Allzeitrekord in Verbier

Ideale Bedingungen herrschten auch in den Westschweizer Alpen: Im Skigebiet Verbier im Wallis wurde mit 46'000 Besuchern über die zwei Tage verteilt ein neuer Allzeitrekord erzielt. Gestern kamen mit 24'000 etwas mehr Skigäste als heute, wie Bergbahndirektor Eric Balet auf Anfrage präzisierte.

In den Waadtländer Voralpen verliefen die letzten Tage dank der guten Bedingungen ebenfalls erfreulich. Die Skiregion Leysin verzeichnete gegenüber dem Vergleichswochenende im Vorjahr ein Besucherplus von 10 bis 15 Prozent, wie Leysins Bergbahndirektor Jean-Marc Udriot sagte.

Staus und Wartezeiten

Das grosse Aufkommen an Skifahrern in den Bergen sorgte dafür, dass das Schweizer Strassennetz am Wochenende stellenweise überlastet war. Gestern kam es zu verschiedenen Staus auf der Autobahn A1 zwischen Bern und Zürich, vor allem im Bereich der Verzweigung Härkingen SO, wie Via Suisse heute mitteilte.

Auf der A2 zwischen Basel und der Verzweigung Härkingen kam es zu einem Stau von zeitweise zehn Kilometern Länge. Der Belchentunnel als meistbefahrener Strassentunnel der Schweiz musste deshalb mehrmals für einige Minuten gesperrt werden, wie von der Polizei Basel-Landschaft zu erfahren war.

Wer aus der Deutschschweiz kommend die Pisten im Wallis unsicher machen wollte, musste sich auf der A9 beim Glion-Tunnel nördlich des Genfersees in Geduld üben. Am Autoverlad Furka in der Zentralschweiz betrugen die Wartezeiten gestern Nachmittag laut Via Suisse bis zu zwei Stunden. Heute verlief der Verkehr dann in der ganzen Schweiz sehr ruhig.

Drei Verkehrstote am Wochenende

Das erhöhte Verkehrsaufkommen auf Schweizer Strassen forderte gestern aber auch Opfer. Drei Menschen kamen bei verschiedenen Autounfällen ums Leben – zwei in der Region Genf und einer in der Nähe von Zürich.

Gestern am frühen Morgen starb in der Stadt Genf ein junger Mann nach dem Zusammenstoss seines Autos mit dem eines alkoholisierten Fahrers. Der 21-jährige Unfallverursacher hatte 1,59 Promille Alkohol im Blut. Er wurde nur leicht verletzt, im Gegensatz zum Verstorbenen, der in den Flammen seines brennenden Autowracks umkam.

Ein weiterer Unfall mit tödlichen Folgen ereignete sich gestern Vormittag im Kanton Genf nahe der Grenze zu Frankreich. Ein 53-jähriger Franzose war in Richtung Zoll Bardonnex unterwegs, als er in der Nähe der Zollstation aus bisher ungeklärten Gründen gegen eine Betonmauer prallte. Mit schweren Verletzungen wurde er ins Universitätsspital Genf geflogen, wo er in der Nacht auf heute starb.

In Kloten ZH zog sich gestern Vormittag zudem ein 78-jähriger Fussgänger bei einem Zusammenstoss mit einem Lieferwagen derart schwere Kopfverletzungen zu, dass er kurze Zeit später im Spital verstarb. Der Unfall ereignete sich auf der Zufahrt zu den Parkplätzen eines Geschäfts. Die genaue Unfallursache war zunächst unklar.

Grosses Passagieraufkommen am Flughafen Genf

Nicht nur auf dem Land-, sondern auch auf dem Luftweg herrschte Hochbetrieb. Der Flughafen Genf-Cointrin registrierte gestern und heute jeweils rund 60'000 Passagiere, wie ein Sprecher sagte. Im Vergleich zu einem gewöhnlichen Tag mit 30'000 Fluggästen sei dies das Doppelte. Wie viele in die nahen Westschweizer Alpen entschwanden, konnte der Sprecher allerdings nicht sagen.

Die Betriebsleitzentrale des Flughafens Zürich erklärte auf Anfrage, das Passagieraufkommen habe sich an den beiden Tagen zusammen auf rund 130'000 belaufen. Gestern waren es mit 67'000 Personen etwas mehr als heute. Gegenüber dem gewöhnlichen Tagesschnitt von rund 65'000 Fluggästen bedeutete dies im Vergleich zu Genf keine grosse Abweichung.

SDA/rbi

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