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Pegel im Tessin steigen wieder

In den kommenden Tagen wird erneut starker Regen über dem Tessin niedergehen. Damit dürfte sich laut Bundesamt für Umwelt die Hochwasserlage wieder verschärfen.

So präsentiere sich Locarno, wenn sich zwischendurch einmal die Sonne zeige, schreibt ein Leser.
So präsentiere sich Locarno, wenn sich zwischendurch einmal die Sonne zeige, schreibt ein Leser.
Richard Brändli, Leserreporter
Die Lage bleibt angespannt: Eine Frau geht in Locarno über einen provisorischen Steg. (13. November 2014)
Die Lage bleibt angespannt: Eine Frau geht in Locarno über einen provisorischen Steg. (13. November 2014)
Keystone
80 Patienten wurden verlegt oder nach Hause geschickt. (11. November 2014)
80 Patienten wurden verlegt oder nach Hause geschickt. (11. November 2014)
Keystone
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Das Tessin kommt nicht zur Ruhe: Nach einer Regenpause werden ab Freitagabend erneut anhaltende Niederschläge erwartet. Dadurch steigen auch die Pegel von Lago Maggiore und Luganersee wieder an.

Der Pegel des Lago Maggiore dürfte in der Nacht auf Sonntag in etwa das Niveau vom Donnerstag erreichen, teilte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) mit. Damit wären in Locarno erneut rund 600 Anwohner von Überschwemmungen betroffen. Der Pegel des Luganersees dürfte nach Prognose des Bundes gar einige Zentimeter über das Niveau vom Donnerstag steigen.

Gefahrenstufe 3

Verantwortlich für die steigenden Pegel ist eine Kaltfront, die ab Freitagabend für eine erneute Südstaulage sorgt. Die Meteorologen von MeteoSchweiz rechnen mit Regensummen von 70 bis 100 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden.

Diese Regenmenge würde eigentlich der Gefahrenstufe 2 auf der fünfstufigen Skala entsprechen, schreibt das Bafu. Da die Böden allerdings bereits gesättigt seien und kein zusätzliches Wasser aufnehmen könnten, gelte die Gefahrenstufe 3.

Spontane Erdrutsche möglich

Beim Hochwasser gilt sowohl für den Lago Maggiore als auch den Luganersee die höchste Gefahrenstufe 5. Die Tessinerinnen und Tessiner können erst ab Sonntagmorgen mit einer Entspannung der Lage rechnen.

Durch den vielen Regen besteht zudem weiterhin die Gefahr von Hangrutschen. Vergangene Woche waren eine Frau und deren kleine Tochter bei einem Erdrutsch im Malcantone ums Leben gekommen.

Weil die erwarteten Niederschläge weniger intensiv sind als jene der vergangenen Woche, nimmt die Hangstabilität gemäss Bafu zwar zu. Der Abgang von spontanen Rutschungen könne aber «weiterhin nicht ganz ausgeschlossen werden».

SDA/kpn

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