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Nur mit warmen Kleidern ist Feiern ohne Schlottern möglich

Seit Weihnachten leiden viele Regionen dieser Welt unter wilden Wetterkapriolen. In der Schweiz darf man sich in den Bergregionen und im Süden auf eine sternenklare Silvesternacht freuen.

Die Schweiz steht vor einer kalten Silvesternacht. Die Temperaturen sinken in der Neujahrsnacht vielerorts unter den Gefrierpunkt. «Mit angemessener Kleidung ist aber auch ein Feiern ohne Schlottern möglich», sagt Reto Vögeli vom Wetterdienst MeteoNews. So ist die Kälte im Flachland mit -3 bis 0 Grad gerade noch ertragbar.

Nebst der Kälte verspricht die Silvesternacht in den Bergregionen einen sternenklaren Himmel. Höchstens ein paar Schleierwolken oder der Alkoholkonsum könnten in den Bergen den Blick auf das Feuerwerk noch vernebeln. Im Flachland hingegen hat es verbreitet Hochnebel.

Warme Temperaturen nur ausserhalb Europas

Wer einen warmen Jahreswechsel bevorzugt, wird nur ausserhalb von Europa fündig. Doch dort warten andere, unliebsame Überraschungen. Während die USA und Europa in Schneemassen versinken, treten nach heftigem Regen in Australien die Flüsse über die Ufer.

Am Mittwoch evakuierten die australischen Streitkräfte das Dorf Theodore im Staat Queensland und flogen mit Helikoptern insgesamt 1000 Menschen aus der überschwemmten Region im Osten Australiens aus.

Das Wasser wird weiter steigen

«Das Wasser wird mit Sicherheit noch weiter steigen», sagte Bezirksbürgermeisterin Mareen Clancy. «Die Pegelstände haben einen neuen Rekord erreicht und wir wissen nicht, was passieren wird». Die Ortschaften Emerald und Bundaberg in Queensland bereiteten sich bereits auf eine Evakuierung vor.

Unterdessen kündigte die Ministerpräsidentin von Queensland, Anna Bligh, einen Hilfsfonds in der Höhe von einer Million Australischen Dollar (965'000 Franken) für die Überschwemmungsopfer an. Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard versprach die gleiche Summe aus Bundesmitteln.

Insgesamt wurden im Staat Queensland wegen der Überschwemmungen rund 300 Strecken für den Verkehr gesperrt, darunter zwei der wichtigsten Schnellstrassen nach Brisbane. In der Landwirtschaft habe der Regen bereits Schäden in Höhe von 400 Millionen Australischen Dollar angerichtet, sagte Brent Finaly, Präsident der Farmer-Lobby-Gruppe AgForce. Viele Bauern hätten ihre gesamte Ernte verloren.

Blizzard fegt über Neuengland hinweg

Während die Australier mit dem Hochwasser zu kämpfen haben, leiden die Amerikaner unter schweren Schneestürmen. Am Dienstag fegte ein Blizzard mit teilweise über 100 Kilometern pro Stunde über Neuengland hinweg und brachte der Region bis zu 60 Zentimeter Schnee.

Nachdem der Flugverkehr an den drei grössten New Yorker Flughäfen am Sonntag eingestellt worden war, konnten am Montag und Dienstag wieder erste Maschinen starten. Zahlreiche gestrandete Reisende dürften aber noch bis Ende der Woche festsitzen, da auf vielen Strecken in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr alles ausgebucht ist. Auch am Dienstag mussten an der Ostküste erneut rund 800 Flüge gestrichen werden, teilten die Behörden mit.

Am Flughafen John F. Kennedy mussten Passagiere bis zu zehn Stunden auf dem Rollfeld warten, bis sie die Maschinen verlassen konnten. In einem Flugzeug der Linie Cathay Pacific sei während der Wartezeit der Proviant ausgegangen, sagte ein Passagier.

Auch in der Innenstadt von New York herrschten zum Teil chaotische Zustände. Busse, Autos und Züge steckten in den Schneemassen fest. Auch Krankenwagen kamen nicht durch. Etliche Bewohner beschwerten sich, dass die Räumarbeiten in Seitenstrassen sowie in den Aussenbezirken vernachlässigt würden.

Im Stadtteil Brooklyn musste eine Frau über 30 Stunden auf die Rettungskräfte warten, nachdem sie sich am Sonntag den Knöchel gebrochen hatte. Er habe den Sanitätern helfen müssen, seine Frau über die ungeräumte Strasse und eine Schneewehe zu tragen, sagte ihr Ehemann. Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes war der Blizzard der sechst schwerste Sturm in New York seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1869.

Wintersportler aus Skilift gestürzt

In einem Skigebiet im US-Staat Maine stürzten am Dienstag bei starkem Wind mehrere Wintersportler aus einem Skilift etwa zehn Meter in die Tiefe. Acht Menschen wurden verletzt ins Spital gebracht, der Lift wurde evakuiert. Unter den Opfern hätten sich auch Kinder befunden, sagte eine Sprecherin der Klinik.

Nach einem Eisregen am Montag sassen in Moskau noch bis zu 20'000 Passagiere am grössten Flughafen Domodedowo fest. Wegen Stromausfällen mussten sie die Nacht in abgedunkelten Hallen verbringen.

Medienberichten zufolge wurde nicht einmal für die Versorgung mit Nahrungsmitteln gesorgt. Auf Anweisung von Präsident Dmitri Medwedew soll die Staatsanwaltschaft nun prüfen, ob die Betreiber des Flughafens damit gegen Gesetze verstossen haben.

SDA/mrs

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