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Luftaufnahme zeigt Pariser Feuerkatastrophe von oben

Beim Notre-Dame-Brand ist das Worst-Case-Szenario abgewendet. Ein Roboter half, Kunstschätze zu retten.

In der Kirche, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, wurden Königinnen und Könige gekrönt: Brand im Pariser Wahrzeichen Notre-Dame. (Video: Tamedia)

Beim verheerenden Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame sind nach ersten Erkenntnissen drei Menschen leicht verletzt worden. Dabei handle es sich um zwei Polizisten und einen Feuerwehrmann, teilte die Pariser Feuerwehr am Dienstagmorgen mit.

Die Struktur der Kathedrale sei nach neun Stunden «erbittertem Kampf» erhalten, die wichtigsten Kunstwerke habe man retten können. Die Flammen verwüsteten kurz vor Ostern den Sakralbau, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Der kleine Spitzturm in der Mitte des Dachs brach zusammen.

Die Feuerwehr brachte das Feuer in den frühen Morgenstunden unter Kontrolle – die Löscharbeiten hielten am Morgen noch an. Kurz vor 10 Uhr gab die Feuerwehr bekannt, das Feuer sei komplett gelöscht.

Das genaue Ausmass der Zerstörungen war in der Nacht noch nicht bekannt. Staatschef Emmanuel Macron hatte am späten Montagabend gesagt, das Schlimmste sei verhindert worden, denn die Fassade und die beiden Haupttürme seien nicht zusammengestürzt.

Luftaufnahme zeigt den Brand von oben. AFP (zum Vergrössern aufs Bild klicken)
Luftaufnahme zeigt den Brand von oben. AFP (zum Vergrössern aufs Bild klicken)

Ein Vertreter der Feuerwehr sagte am Montag, die Gebäudestruktur sei «vor der vollkommenen Zerstörung gerettet worden». Die gotische Kirche könne «in ihrer Gesamtheit erhalten» werden, sagte der Leiter der Einsatzkräfte, Jean-Claude Gallet, in der französischen Hauptstadt.

Über Stunden schlugen am Abend Flammen lichterloh aus dem Dachstuhl des Wahrzeichens der französischen Hauptstadt, über dem monumentalen Sakralbau war eine riesige Rauchsäule zu sehen.

Nach Angaben des Innenministeriums war die Feuerwehr mit einem Grossaufgebot vor Ort. Rund 400 Feuerwehrleute versuchten, den Brand einzudämmen.

Bildstrecke: Der Morgen danach

Die Schäden im Innern sind zu erahnen: Ein Feuerwehrmann geht an der offenen Tür der Kathedrale vorbei. (16. April 2019)
Die Schäden im Innern sind zu erahnen: Ein Feuerwehrmann geht an der offenen Tür der Kathedrale vorbei. (16. April 2019)
Ludovic Marin, Reuters
Ein Zeichen des Mitgefühls: Menschen haben vor die Kathedrale Blumen und Zeichnungen gelegt. (16. April 2019)
Ein Zeichen des Mitgefühls: Menschen haben vor die Kathedrale Blumen und Zeichnungen gelegt. (16. April 2019)
Alexander NEMENOV, AFP
Geschwärzt: Am Tag nach dem Brand ist das Baugerüst sowie die Notre-Dame selbst mit Russ überzogen. (16. April 2019)
Geschwärzt: Am Tag nach dem Brand ist das Baugerüst sowie die Notre-Dame selbst mit Russ überzogen. (16. April 2019)
Thibault Camus, AFP
Sie wären wohl verloren gewesen: Die Statuen der zwölf Apostel wurden wegen der Bauarbeiten an der Notre-Dame am 11. April vom Dach der Kathedrale geholt. (16. April 2019)
Sie wären wohl verloren gewesen: Die Statuen der zwölf Apostel wurden wegen der Bauarbeiten an der Notre-Dame am 11. April vom Dach der Kathedrale geholt. (16. April 2019)
GEORGES GOBET, AFP
Unbezahlbar: Kunstschätze, die aus der Notre-Dame gerettet wurden, wurden vorübergehend im Rathaus von Paris untergebracht. (16. März 2019).
Unbezahlbar: Kunstschätze, die aus der Notre-Dame gerettet wurden, wurden vorübergehend im Rathaus von Paris untergebracht. (16. März 2019).
Thomas SAMSON, AFP
Sie retteten im letzten Moment wertvolle Kunstwerke: Ein Feuerwehrmann fährt einen Roboter aus der Kathedrale hinaus. (16. April 2019)
Sie retteten im letzten Moment wertvolle Kunstwerke: Ein Feuerwehrmann fährt einen Roboter aus der Kathedrale hinaus. (16. April 2019)
Francois Mori, AFP
Ohne Dach und den kleinen Turm: Kunststudenten skizzieren die Notre-Dame am Tag nach dem Feuer. (16. April 2019)
Ohne Dach und den kleinen Turm: Kunststudenten skizzieren die Notre-Dame am Tag nach dem Feuer. (16. April 2019)
Christophe Ena
Die Statuen scheinen den Brand überstanden zu haben: Feuerwehrmänner machen sich von oben einen Blick vom Geschehen. (16. April 2019)
Die Statuen scheinen den Brand überstanden zu haben: Feuerwehrmänner machen sich von oben einen Blick vom Geschehen. (16. April 2019)
Yves Herman, Reuters
Die ganze Welt spricht darüber: Menschen haben sich an der Seine versammelt, um den Schaden der Notre-Dame mit eigenen Augen zu sehen. (16. April 2019)
Die ganze Welt spricht darüber: Menschen haben sich an der Seine versammelt, um den Schaden der Notre-Dame mit eigenen Augen zu sehen. (16. April 2019)
Gonzalo Fuentes, Reuters
Enormer Schaden: Sachverständige machen sich einen ersten Eindruck des Ausmasses des Brandes. (16. April 2019)
Enormer Schaden: Sachverständige machen sich einen ersten Eindruck des Ausmasses des Brandes. (16. April 2019)
Gonzalo Fuentes, Reuters
Schwerer Gang: Der Rektor der Notre-Dame Patrick Chauvet besichtigt mit der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo (r.) die Schäden in der Kathedrale. (16. April 2019)
Schwerer Gang: Der Rektor der Notre-Dame Patrick Chauvet besichtigt mit der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo (r.) die Schäden in der Kathedrale. (16. April 2019)
Thomas SAMSON, AFP
Statik der Kathedrale muss überprüft werden: Feuerwehrmänner betreten nach dem verheerenden Brand die Notre-Dame. (16. April 2019)
Statik der Kathedrale muss überprüft werden: Feuerwehrmänner betreten nach dem verheerenden Brand die Notre-Dame. (16. April 2019)
Yves Herman, Reuters
Paris erwacht an einem düseren Tag: Nach einem stundenlangen Kampf gegen die Flammen ist der Brand in der Kathedrale gelöscht. (16. April 2019)
Paris erwacht an einem düseren Tag: Nach einem stundenlangen Kampf gegen die Flammen ist der Brand in der Kathedrale gelöscht. (16. April 2019)
Gonzalo Fuentes, Reuters
Das Gebiet wurde abgesperrt: Auch am Dienstagvormittag kommt noch immer Rauch aus der Kathedrale. (16. April 2019)
Das Gebiet wurde abgesperrt: Auch am Dienstagvormittag kommt noch immer Rauch aus der Kathedrale. (16. April 2019)
Zakaria ABDELKAFI, AFP
Haben eine anstrengende Nacht hinter sich: Feuerwehrmänner von Paris machen bei der Statue von Papst Johannes-Paul II an der Seine eine Pause. (16. April 2019)
Haben eine anstrengende Nacht hinter sich: Feuerwehrmänner von Paris machen bei der Statue von Papst Johannes-Paul II an der Seine eine Pause. (16. April 2019)
Zakaria ABDELKAFI, AFP
Der kleine Turm fehlt, die Wände sind voller Russ: Am Dienstagmorgen sind die ersten Schäden des Brandes in der Notre-Dame deutlich sichtbar. (16. April 2019)
Der kleine Turm fehlt, die Wände sind voller Russ: Am Dienstagmorgen sind die ersten Schäden des Brandes in der Notre-Dame deutlich sichtbar. (16. April 2019)
Zakaria ABDELKAFI, AFP
Brannte ein Loch in die Mitte: Auch das Baugerüst aus Metall hatte keine Chance gegen die Hitze des Feuers. (16. April 2019)
Brannte ein Loch in die Mitte: Auch das Baugerüst aus Metall hatte keine Chance gegen die Hitze des Feuers. (16. April 2019)
IAN LANGSDON, Keystone
Die Trauer ist gross: Eine Frau betet an der Seine gegenüber der Notre-Dame. (16. April 2019)
Die Trauer ist gross: Eine Frau betet an der Seine gegenüber der Notre-Dame. (16. April 2019)
Kamil Zihnioglu, AFP
Konnten das Schlimmste verhindern: Die Feuerwehr löscht am frühen Morgen die letzten Brandherde in der Kathedrale. (16. April 2019)
Konnten das Schlimmste verhindern: Die Feuerwehr löscht am frühen Morgen die letzten Brandherde in der Kathedrale. (16. April 2019)
Zakaria ABDELKAFI, AFP
Machen sich einen Überblick über die Schäden: Zwei Feuerwehrmänner inspizieren den zerstörten Dachstock. (16. April 2019)
Machen sich einen Überblick über die Schäden: Zwei Feuerwehrmänner inspizieren den zerstörten Dachstock. (16. April 2019)
STEPHANE DE SAKUTIN, AFP
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Grosse Sorge galt den Türmen des massiven Baus. Priorität der Arbeiten sei es gewesen, die Struktur der beiden Türme zu schützen, sagte der Sprecher der Pariser Feuerwehr, Gabriel Plus, am Dienstag der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Die Befürchtung sei gewesen, dass die Konstruktion der Türme geschwächt würde und die tonnenschweren Glocken von Notre-Dame abstürzen könnten. Zu Beginn der Löscharbeiten sei es nicht übereilt gewesen, einen Zusammenbruch der Strukturen zu bedenken.

Eine grosse Herausforderung für die Arbeiten sei die Sicherung der Kunstschätze gewesen. Nach dem Einsturz des Spitzturms, der sich im Zentrum des Mittelschiffs befand, seien Leute aus dem Inneren der Kirche zurückgezogen worden. Dort sei dann ein Roboter eingesetzt worden.

Suche nach der Brandursache läuft

In den kommenden Stunden gehe es darum, das Feuer richtig zu löschen und neue Brandherde zu verhindern. Mit Lasertechnik würden Teams die Struktur des Baus untersuchen.

Die Suche nach den Brandursachen läuft: Es sei weiterhin unklar, warum das Feuer ausgebrochen sei, sagte der Staatssekretär im Innenministerium Laurent Nunez am Dienstag.

Der Direktor der Notre Dame sieht keine Sicherheitsmängel beim Brandschutz. Es gebe etwa Brandaufseher, die drei Mal täglich den Dachstuhl prüfen, sagte Patrick Chauvet dem Sender France Inter. «Ich denke, dass man nicht mehr machen kann.» Aber es gebe natürlich immer Vorfälle, die man so nicht habe vorhersagen könne.

«Wir werden Notre-Dame wieder aufbauen», sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Das Feuer könne mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen, berichtete AFP unter Berufung auf die Feuerwehr. Es sei auf dem Dachboden ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden. Auf dem Dach der Kathedrale war ein Baugerüst angebracht.

Ermittler behandeln den Brand als Unfall. Brandstiftung werde zum aktuellen Zeitpunkt ausgeschlossen, teilte das Büro der Staatsanwaltschaft mit. Darunter fielen auch mögliche terroristische Hintergründe. Die Polizei werde in Richtung «ungewollte Zerstörung durch Feuer» ermitteln, hiess es.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat versichert, dass die verwüstete Kathedrale wieder aufgebaut wird. «Wir werden Notre-Dame wieder aufbauen», sagte er am späten Montagabend am Ort des Geschehens.

Macron teilt «die Gefühle der Nation»

Das Schlimmste sei verhindert worden, denn die Fassade und die beiden Haupttürme seien nicht zusammengestürzt. Mit Blick auf das historische Bauwerk sagte der 41-Jährige: «Es ist das Epizentrum unseres Lebens.»

Macron schrieb auf Twitter, er teile die «Gefühle einer ganzen Nation». Seine für 20 Uhr geplante Fernsehansprache als Antwort auf die Proteste der «Gelbwesten» verschob der Präsident, wie sein Büro mitteilte. Darin wollte er politische Massnahmen nach der «grossen nationale Debatte» ankündigen, die die Regierung von Mitte Januar bis Mitte März organisiert hatte.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach auf Twitter von einem «fürchterlichen Brand». US-Präsident Donald Trump hat sich von Bord des Regierungsfliegers Air Force One via Twitter ratgebend gemeldet. Und auch die offizielle Schweiz ist bestürzt (zum Artikel).

100 Millionen Euro

Die Familie um den französischen Milliardär François-Henri Pinault hat 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau versprochen (zum Artikel). Das gab der Chef des Luxusmodekonzerns Kering (Gucci, Saint Laurent, Balenciaga) in der Nacht auf Dienstag bekannt.

Er und sein Vater François Pinault hätten beschlossen, 100 Millionen Euro aus der Familien-Finanzholding Artemis für den Wiederaufbau der weltberühmten Kathedrale bereitzustellen.

«Notre-Dame ist ein Teil von uns»

An den Quais und auf den Brücken bildeten sich grosse Zuschauermengen. Sichtlich geschockte Pariser und Touristen versammelten sich, einige weinten, andere beteten. Als die 93 Meter hohe Turmspitze in sich zusammenbrach, schnappten viele hörbar nach Luft.

Bildstrecke des verheerenden Brandes:

Blick durch die Tür: Steine vom Dach und Überreste des Baugerüsts liegen mitten in der Notre-Dame. (16. Dezember 2019)
Blick durch die Tür: Steine vom Dach und Überreste des Baugerüsts liegen mitten in der Notre-Dame. (16. Dezember 2019)
Ludovic Marin, AFP
Das Feuer frass Löcher hinein: Teile der Decke sind in das Kirchenschiff gestürzt. (16. April 2019)
Das Feuer frass Löcher hinein: Teile der Decke sind in das Kirchenschiff gestürzt. (16. April 2019)
YOAN VALAT, Keystone
Wie sieht es da drinnen aus? Einsatzkräfte in der Nacht auf dem Weg in die Kathedrale von Paris. (16. April, 2019)
Wie sieht es da drinnen aus? Einsatzkräfte in der Nacht auf dem Weg in die Kathedrale von Paris. (16. April, 2019)
Philippe Wojazer, Reuters
So etwas haben sie noch nie gesehen: Drei Feuerwehrmänner stehen andächtig im Eingang der Kathedrale. (16. April 2019)
So etwas haben sie noch nie gesehen: Drei Feuerwehrmänner stehen andächtig im Eingang der Kathedrale. (16. April 2019)
AFP
Blick an die Deckenkonstruktion: Das Feuer hatte sich ins Innere der Kirche «gefressen». (16. April, 2019)
Blick an die Deckenkonstruktion: Das Feuer hatte sich ins Innere der Kirche «gefressen». (16. April, 2019)
Philippe Wojazer/Pool, Reuters
Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz: Blick durch den Eingang in die Notre-Dame. (16. April, 2019)
Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz: Blick durch den Eingang in die Notre-Dame. (16. April, 2019)
Philippe Wojazer/Pool, Reuters
Spenden sich gegenseitig Trost: Zwei Männer umarmen sich am frühen Morgen in der Nähe der Notre-Dame. (16. April 2019)
Spenden sich gegenseitig Trost: Zwei Männer umarmen sich am frühen Morgen in der Nähe der Notre-Dame. (16. April 2019)
Zakaria ABDELKAFI, AFP
Das ganze Kirchenschiff ist betroffen: Diese Luftaufnahme zeigt die Feuerhölle des Notre-Dame von oben. (15. April 2019)
Das ganze Kirchenschiff ist betroffen: Diese Luftaufnahme zeigt die Feuerhölle des Notre-Dame von oben. (15. April 2019)
AFP
Funken sprühen in die Nacht: Das Feuer brodelte in der Mitte des Dachs und breitete sich von dort aus. (15. April 2019)
Funken sprühen in die Nacht: Das Feuer brodelte in der Mitte des Dachs und breitete sich von dort aus. (15. April 2019)
Geoffroy VAN DER HASSELT, AFP
Kampf gegen die Flammen: Die ganze Nacht durch versuchte die Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bringen. (15. April 2019)
Kampf gegen die Flammen: Die ganze Nacht durch versuchte die Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bringen. (15. April 2019)
Thomas SAMSON, AFP
Die Pariser Kathedrale Notre-Dame stand über Stunden in Flammen. (15. April 2019)
Die Pariser Kathedrale Notre-Dame stand über Stunden in Flammen. (15. April 2019)
Thibault Camus, Keystone
Der Brand brach im kleinen Turm aus: Aufnahme des Brandes vom Dach des Notre-Dame aus. (15. April 2019)
Der Brand brach im kleinen Turm aus: Aufnahme des Brandes vom Dach des Notre-Dame aus. (15. April 2019)
Benoit Moser, Keystone
Zerstörerische Gewalt: Die Feuerwehr kämpfte stundenlang gegen das Feuer. (15. April 2019)
Zerstörerische Gewalt: Die Feuerwehr kämpfte stundenlang gegen das Feuer. (15. April 2019)
Francois Mori, Keystone
Das Herz von Paris wurde getroffen: Eine Frau begann zu weinen, als sie die brennende Notre-Dame sah. (15. April 2019)
Das Herz von Paris wurde getroffen: Eine Frau begann zu weinen, als sie die brennende Notre-Dame sah. (15. April 2019)
STR, AFP
Die Stadt steht still: Überall versammeln sich Menschen, um den Brand in der Kathedrale zu beobachten. (15. April 2019)
Die Stadt steht still: Überall versammeln sich Menschen, um den Brand in der Kathedrale zu beobachten. (15. April 2019)
Edouard MAGRINO, AFP
Trifft Paris mitten ins Herz: Der Brand sorgt für grosses Entsetzen. (15. April 2019)
Trifft Paris mitten ins Herz: Der Brand sorgt für grosses Entsetzen. (15. April 2019)
Geoffroy van der Hasselt, AFP
Frisst sich durch das jahr­hun­der­te­alte Holz: Das Feuer wütete im Dachstock der Kathedrale. (15. April 2019)
Frisst sich durch das jahr­hun­der­te­alte Holz: Das Feuer wütete im Dachstock der Kathedrale. (15. April 2019)
IAN LANGSDON, Keystone
So nah wie möglich: Die Löscharbeiten gestalteten sich für die Feuerwehrmänner schwierig. (15. April 2019)
So nah wie möglich: Die Löscharbeiten gestalteten sich für die Feuerwehrmänner schwierig. (15. April 2019)
Benoit Moser, AFP
Einsatz des Jahrhunderts: 400 Feuerwehrmänner standen beim Brand in der Kathedrale im Einsatz. (15. April 2019)
Einsatz des Jahrhunderts: 400 Feuerwehrmänner standen beim Brand in der Kathedrale im Einsatz. (15. April 2019)
Benoit Moser, AFP
Das Feuer ist am Montagabend kurz vor 19 Uhr ausgebrochen. (15. April 2019)
Das Feuer ist am Montagabend kurz vor 19 Uhr ausgebrochen. (15. April 2019)
Pierre Galey, AFP
Reisten sofort zur Kathedrale: Präsident Macron hat wegen des Brands eine wichtige Fernsehansprache verschoben. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo (r.) spricht von einem «fürchterlichen Brand». (15. April 2019)
Reisten sofort zur Kathedrale: Präsident Macron hat wegen des Brands eine wichtige Fernsehansprache verschoben. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo (r.) spricht von einem «fürchterlichen Brand». (15. April 2019)
Ludovic Marin, Keystone
Wahrzeichen zerstört: Der kleine Spitzturm ist zusammengebrochen. Dabei handelte sich um einen kleineren Turm in der Mitte des Daches. (15. April 2019)
Wahrzeichen zerstört: Der kleine Spitzturm ist zusammengebrochen. Dabei handelte sich um einen kleineren Turm in der Mitte des Daches. (15. April 2019)
Geoffroy van der Hasselt, AFP
Können kaum glauben, was sie sehen: Hunderte Menschen versammelten sich an der Seine. (15. April 2019)
Können kaum glauben, was sie sehen: Hunderte Menschen versammelten sich an der Seine. (15. April 2019)
Thomas SAMSON, AFP
Die grösste Attraktion der Stadt steht in Flammen: Touristen machten auf den Brücken über den Fluss Seine Fotos von dem Feuer. (15. April 2019)
Die grösste Attraktion der Stadt steht in Flammen: Touristen machten auf den Brücken über den Fluss Seine Fotos von dem Feuer. (15. April 2019)
Benoit Tessier, Reuters
Das Feuer wütete unkontrolliert: Teile der Seine-Insel wurden evakuiert. (15. April 2019)
Das Feuer wütete unkontrolliert: Teile der Seine-Insel wurden evakuiert. (15. April 2019)
Pierre Galey, AFP
Die Feuerwehr musste das Innere der Kathedrale verlassen: Das Feuer frass sich langsam in das Kirchenschiff hinein. (15. April 2019)
Die Feuerwehr musste das Innere der Kathedrale verlassen: Das Feuer frass sich langsam in das Kirchenschiff hinein. (15. April 2019)
YOAN VALAT, Keystone
Eng zusammen gebaut: Die Kathedrale steht im ältesten Quartier der Stadt. (15. April 2019)
Eng zusammen gebaut: Die Kathedrale steht im ältesten Quartier der Stadt. (15. April 2019)
Fabien Barrau, AFP
Bilder und Videos zeigen dichte Rauchwolken und Flammen in den Türmen der Kirche. (15. April 2019)
Bilder und Videos zeigen dichte Rauchwolken und Flammen in den Türmen der Kirche. (15. April 2019)
Francois Guillot, AFP
Bauarbeiten waren dort gerade im gang: Der kleine Turm in der Mitte des Dachs, wurde von den Flammen eingenommen. (15. April 2019)
Bauarbeiten waren dort gerade im gang: Der kleine Turm in der Mitte des Dachs, wurde von den Flammen eingenommen. (15. April 2019)
FRANCOIS GUILLOT, AFP
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Zahlreiche Menschen äusserten sich schockiert, die am Ufer des Flusses Seine nahe der Île de la Cité zusammenströmen. «Das ist eine Tragödie», sagte ein Pariser. «Wir bereiten uns auf Ostern vor – wenn es irgendeinen Moment zum Beten gibt, dann jetzt.» Eine Frau sagte den Tränen nah: «Notre-Dame ist Paris, sie ist ein Teil von uns.»

Sakralbau zählt zum Unesco-Weltkulturerbe

Die Notre-Dame zieht jährlich fast 13 Millionen Touristen und Gläubige an und ist damit das meistbesuchte Wahrzeichen der französischen Hauptstadt. Als eines der weltweit imposantesten Meisterwerke gotischer Architektur zählt Notre-Dame zum Weltkulturerbe der Unecso.

In ihr wurden Königinnen und Könige gekrönt. Am 2. Dezember 1804 krönte sich Napoléon Bonaparte selber zum Kaiser der Franzosen, seine Frau Joséphine krönte er zur Kaiserin.

Der Grundstein für den Sakralbau im Herzen von Paris wurde im Jahr 1163 unter Bischof Maurice de Sully gelegt. Fast 200 Jahre dauerte die Fertigstellung der Kathedrale, die später mehrfach geplündert und verwüstet wurde. Nach der Französischen Revolution rettete die Restaurierung unter Architekt Eugène Viollet-le-Duc das Monument vor dem Verfall. Berühmt wurde die Kathedrale vor allem durch den Roman «Der Glöckner von Notre-Dame» des Schriftstellers Victor Hugo.

Seit Terroranschlägen bewacht

Die Ausmasse des Bauwerks mit seinen 128 Metern Länge und seinen 69 Meter hohen Türmen beeindrucken die Menschen noch heute. Nach wie vor werden Gottesdienste in der Kathedrale gefeiert, die sich im französischen Staatsbesitz befindet. Hochzeiten, Taufen und Trauergottesdienste finden dort allerdings nicht mehr statt.

Viele Meter lang stehen die Touristen täglich vor dem Gebäude Schlange. Seit den islamistischen Terroranschlägen, die Frankreich in den vergangenen Jahren heimgesucht hatten, wird die Kathedrale von Soldaten bewacht.

(sda/afp)

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