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New Yorks grösster Fund illegaler Waffen

Von der einfachen Pistole bis zur Machinenpistole: Die Polizei von New York hat mehr als 250 illegale Schusswaffen sichergestellt. Bürgermeister Bloomberg nutzte den Fund, und warb für eine umstrittene Polizeipraxis.

Erfolg für die Ermittler: Polizeichef Raymond Kelly zeigt der Presse die beschlagnahmten Waffen.
Erfolg für die Ermittler: Polizeichef Raymond Kelly zeigt der Presse die beschlagnahmten Waffen.
Reuters

Die Polizei in New York hat mehr als 250 illegale Schusswaffen beschlagnahmt und damit den grössten Fund dieser Art in der Geschichte der Stadt gemacht. Von der einfachen Pistole bis hin zur vollautomatischen Maschinenpistole seien 254 Waffen sichergestellt worden, teilte Bürgermeister Michael Bloomberg mit. Er nutzte die Gelegenheit, um erneut für die gerichtlich kritisierte Durchsuchungspraxis der städtischen Polizei zu werben.

Die sichergestellten Waffen, darunter auch Sturmgewehre, stammten den Angaben zufolge aus den südlichen Bundesstaaten North Carolina und South Carolina, rund zwölf Autostunden von New York entfernt. In beiden Staaten können viele Waffen ohne behördliche Erlaubnis erworben werden, darunter Gewehre. In der Millionenmetropole New York dagegen sind für den Kauf und das Tragen einer Schusswaffe polizeiliche Genehmigungen nötig.

«Die Beschlagnahmung hat Leben gerettet»

«New York ist die sicherste Grossstadt der USA», befand Bloomberg. Doch Jahr um Jahr gelangten illegale Waffen in die Stadt «aus Bundesstaaten, die keine vernünftigen Gesetze haben, um Schusswaffen von Kriminellen fernzuhalten», beklagte er. Der Milliardär setzt sich seit langem für strengere Waffengesetze in den USA ein. «Es gibt keine Zweifel, dass die Beschlagnahmung dieser Waffen - die grösste in der Geschichte der Stadt - Leben gerettet hat», erklärte er.

Den Angaben zufolge gibt es in dem Fall insgesamt 19 Beschuldigte. Drei von ihnen waren demnach bereits wegen anderer Vergehen in Gewahrsam, die anderen wurden seit dem 2. August in North Carolina, South Carolina und New York festgenommen.

Umstrittenes «stop and frisk»

Bloomberg nutzte den Ermittlungserfolg, um die umstrittene Praxis «stop and frisk» («anhalten und durchsuchen») der Stadtpolizei zu verteidigen. Sie erlaubt den Beamten, jeden kurzzeitig in Gewahrsam zu nehmen und zu durchsuchen, der ihnen irgendwie verdächtig erscheint.

Ein Beschuldigter habe in einem abgehörten Telefonat Sorge vor einer solchen Durchsuchung geäussert, erklärte Bloomberg. Er könne die Waffen nicht mit nach Hause nehmen, weil in seiner Nachbarschaft in New York «stop and frisk» angewandt werde, sagte der Verdächtige demnach.

«Stop and frisk» war in der vergangen Woche von einem US-Bundesgericht als verfassungswidrig eingestuft worden. Die Anwendung dieser Methode soll daher nun unabhängig überwacht werden. Bloomberg hat Berufung gegen die Gerichtsentscheidung angekündigt.

AFP/kpn

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