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New York wird zur Matsch-Metropole

Mit Temperaturen leicht über null beginnt sich das Winter-Wunderland New York in eine Matsch-Metropole zu verwandeln: Drei Tage nach dem gewaltigen Schneesturm hielt das Chaos in der 15-Millionen-Metropole an.

Der Schnee schmilzt: In Brooklyn gibt es nur noch Matsch.
Der Schnee schmilzt: In Brooklyn gibt es nur noch Matsch.
Keystone
Vor kurzem noch Schnee soweit man sehen kann: Ein Autofahrer versucht seinen Wagen von den Schneemassen zu befreien.
Vor kurzem noch Schnee soweit man sehen kann: Ein Autofahrer versucht seinen Wagen von den Schneemassen zu befreien.
Keystone
Abflüge sind kaum mehr möglich: Eine Maschine von Delta im Newark Liberty International Airport during a snow storm, Sunday, Dec. 26, 2010, in Newark.
Abflüge sind kaum mehr möglich: Eine Maschine von Delta im Newark Liberty International Airport during a snow storm, Sunday, Dec. 26, 2010, in Newark.
Keystone
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Übermüdet und zunehmend frustriert warteten auch heute noch tausende Passagiere in den Terminals der drei internationalen Flughäfen auf ihren Abflug, einige schon seit mehr als 72 Stunden. Vor den Taxiständen der Airports harrten frierende Reisende in langen Schlangen, die Hotels waren bis aufs letzte Zimmer belegt.

Steckengebliebene Fahrzeuge blockierten den Verkehr in und rund um die City. Züge und Busse blieben auf der Strecke. Sanitäter aus den benachbarten Bundesstaaten bis nach Pennsylvania im Westen stellten sich zur Versorgung medizinischer Notfälle zur Verfügung.

Die Lage unterschätzt

Derweil räumte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg vor Journalisten erstmals ein, die Lage unterschätzt zu haben. Nach einem Besuch in allen fünf Distrikten der Stadt bat er deren Einwohner, sich weiter zu gedulden.

Laut Bloomberg rangiert der Blizzard, der von Sonntag bis Montag gut 50 Zentimeter Schnee über New York ablud, an sechster Stelle der grössten Schneestürme in der Geschichte der Stadt. Nach Angaben der «New York Times» vom Mittwoch ist bisher nur ein - indirektes - Todesopfer bekannt. Ein Baby im Stadtteil Crown Heights starb kurz nach der Geburt, weil seine junge Mutter neun Stunden vergeblich auf eine Ambulanz wartete.

Putin sauer

In Russland zeigte sich Ministerpräsident Wladimir Putin wegen des zeitweiligen Stillstands auf dem grössten Moskauer Flughafen nach einem Eisregen wütend auf das dortige Management. «Hört auf zu jammern und macht euch an die Arbeit», sagte er an die Adresse der Airportführung.

Auch seine Minister kamen nicht ungeschoren davon: Putin strich ihnen die Neujahrsferien. Sie sollten sich in Bereitschaft halten, falls es weitere Probleme gebe, sagte der Regierungschef in einer Kabinettssitzung. Das gleiche soll für einige hohe Beamte gelten.

Eisregen hatte am Sonntag den grössten Moskauer Flughafen Domodedowo lahmgelegt und Hochspannungsleitungen beschädigt. Mehrere tausend Reisende mussten Medienberichten zufolge die Nacht in Hallen verbringen, in denen es keinen Strom gab. Am Montag wurde der Flugbetrieb zwar wieder aufgenommen, wegen der Tausenden von gestrandeten Passagiere gab es aber einen grossen Rückstau.

SDA/bru

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