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New York versinkt im Schnee

Ein eisiger Blizzard hat im Nordosten der Vereinigten Staaten des öffentliche Leben praktisch zum Erliegen gebracht. Sechs Bundesstaaten haben bereits den Notstand ausgerufen.

Ungewöhnliche Bilder: Ein Auto in Manhattan versinkt im Schnee.
Ungewöhnliche Bilder: Ein Auto in Manhattan versinkt im Schnee.
Keystone
Eisige Kälte: Der Central Park nach dem Schneesturm.
Eisige Kälte: Der Central Park nach dem Schneesturm.
Keystone
In den Armen des Retters: Feuerwehrmann mit einer verunfallten Frau in Birmingham, Alabama.
In den Armen des Retters: Feuerwehrmann mit einer verunfallten Frau in Birmingham, Alabama.
Keystone
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Viele Flughäfen blieben am Montag den zweiten Tag in Folge geschlossen, etliche Bahnverbindungen fielen aus. Behörden und Unternehmen gaben ihren Mitarbeitern frei, während tausende Reisende nach den Weihnachtsferien festsassen. Im US-Staat New Jersey fielen rund 75 Zentimeter Schnee, im New Yorker Central Park waren es 50 Zentimeter.

Die New Yorker Flughäfen John F. Kennedy und LaGuardia sowie der Flughafen Newark in New Jersey setzten bereits am Sonntag den Betrieb aus und blieben auch am Montag geschlossen. Hunderte Reisende sassen auf den Airports fest, Mitarbeiter verteilten Decken und Feldbetten. Der Flughafen in Boston blieb zwar geöffnet, Flüge gingen jedoch nicht.

Die Fluggesellschaften bemühten sich, tausende Passagiere umzubuchen. Allein in New York waren mehr als 1400 Menschen betroffen. Nach Angaben der Airlines dürfte der Flugverkehr allerdings nicht vor (dem morgigen) Dienstag zur Normalität zurückkehren.

Sichtweite nahe Null

Die Bahngesellschaft Amtrak stellte die Verbindungen zwischen New York und Maine ein, während die Autofahrer mit einer Sichtweite nahe Null zu kämpfen hatten. In New Jersey blieb ein Reisebus auf einer Autobahn in einer 1,50 Meter hohen Schneewehe stecken. Räumfahrzeuge hatten Probleme, die Autobahn zu erreichen, weil Autos die Auffahrten blockierten. Viele Pendler schienen den Aufforderungen der Behörden zu folgen, nicht mit dem Auto zu fahren. So waren in der Umgebung von Boston praktisch keine Fahrzeuge auf den Autobahnen zu sehen. In New York sassen Passagiere die Nacht über in der U-Bahn fest.

Der heftige Wind führten auch zu Stromausfällen. So waren in Massachusetts und Rhode Island nach Angaben der Versorger rund 30'000 Kunden von der Versorgung abgeschnitten.

Sechs Staaten rufen Notstand aus

Angesichts des Wetters riefen die Staaten North Carolina, Virginia, Maryland, New Jersey, Maine und Massachusetts den Notstand aus. «Wir raten zu extremer Vorsicht bei der Reise», sagte der Gouverneur von Virginia, Bob McDonnell, bereits am Samstagabend. «Versuchen Sie, sicher nach Hause zu kommen, und wenn sie nicht reisen müssen, dann lassen Sie es besser bleiben.» Von Delaware bis in den Norden von Maine galt am Montag eine Blizzard-Warnung.

Bereits am späten Heiligabend war aus dem Mittleren Westen ein Schneegebiet Richtung Süden gezogen. In Columbia in South Carolina gab es den ersten nennenswerten Schnee seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1887. In Atlanta im Staat Georgia lagen zwar nur 2,5 Zentimeter, es war aber die erste weisse Weihnacht seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts.

dapd/jak

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