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Neuschnee bringt morgen Lawinengefahr

Fürs Erste ist Schluss mit Tauwetter, die hohe Lawinengefahr ist aber noch nicht gebannt. Der nächste Wetterumschwung steht an. Videobilder aus Frankreich zeigen, wie verheerend die Folgen sein können.

Die grossen Schneemengen und die wärmeren Temperaturen der letzten Woche haben zu zahlreichen Lawinenabgängen in der Schweiz geführt. Nun ist das Thermometer aber wieder um mehrere Grad gefallen, die Schneefallgrenze gesunken. Mit den kälteren Temperaturen wurde auch die Gefahr von Gleit- oder Nassschneelawinen zumindest kurzfristig gebannt.

In den nächsten Tagen wird es nun wieder weiss, und das bis in die Niederungen. Entlang der Alpen fällt ab rund 400 bis 700 Metern Schnee. Und genau dieser Schneefall könnte die Lawinensituation erneut verschärfen, wie Klaus Marquardt vom Wetterdienst Meteonews erklärt. Es sei nämlich fraglich, wie gut sich der Neuschnee der nächsten Tage mit dem bereits gefallenen Altschnee verbindet.

Lawine begräbt Skilift unter sich

Gerade wenn der Schnee schon einmal aufgetaut sei und dann wieder gefriere, wie letzte Woche teilweise passiert, gebe es Probleme. «Mit solchen Schneeschichten kann sich der Neuschnee in der Regel nicht optimal verbinden. Die Gefahr von Gleitschneelawinen wird dadurch weiter erhöht.» Es ist laut Marquardt deshalb damit zu rechnen, dass die Lawinengefahr bald wieder zunehmen wird – spätestens, wenn die Temperaturen ein zweites Mal in die Höhe gehen. Laut Wetterbericht könnte das schon am Wochenende der Fall sein, erwartet werden Sonnenschein und Temperaturen um die acht Grad.

Welche enormen Kräfte solche Schneemassen entwickeln können, wurde letzten Freitag im französischen Skigebiet St. François-Longchamp eindrücklich demonstriert: Eine gewaltige Lawine rollte dort über eine Skipiste und riss einen Teil des Sessellifts mit sich. Ein Video von Skifahrern zeigt, wie mehrere Masten unter der Last des Schnees einknicken wie Streichhölzer und die Sessel darunter verschwinden. Verletzt wurde wie durch ein Wunder niemand. 41 Skifahrer mussten allerdings per Helikopter vom Sessellift befreit werden.

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