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Neun Verletzte nach Explosion in Chemie-Fabrik in China

In der chinesischen Provinz Shangdong hat sich eine Explosion in einer Chemiefabrik ereignet. Neun Personen wurden verletzt.

Rauch und Feuer: In einer Chemiefabrik in China hat sich eine Explosion ereignet.
Rauch und Feuer: In einer Chemiefabrik in China hat sich eine Explosion ereignet.
Screenshot/Twitter

Mehr als eine Woche nach der Katastrophe in Tianjin ist es am Samstag in China zu einem neuen Unglück mit Chemikalien gekommen. Bei der Explosion in einer Chemiefabrik im Kreis Huantai in der ostchinesischen Provinz Shandong wurden neun Personen verletzt.

Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Wie die «Volkszeitung» auf dem Kurznachrichtendienst Twitter berichtete, habe die Explosion die Gegend in einem Umkreis von fünf Kilometern erschüttert. Nur ein Kilometer entfernt sei eine Wohnsiedlung.

Brand ist unter Kontrolle

Einige Stunden nach der Explosion berichtete die Nachrichtenagentur China News Service, der Brand sei «unter Kontrolle». Die Ursache der Explosion werde untersucht, hiess es. Ob giftige Stoffe austraten, blieb unklar.

Augenzeugen berichteten, es habe einen grossen Feuerball und zwei laute Detonationen gegeben. Die Fabrik sei gerade erst in Betrieb genommen worden. In einem nahegelegenen Dorf sei der Strom nach der Explosion ausgefallen.

Das neue Unglück passierte mehr als eine Woche nach dem schweren Explosionsunglück in Tianjin, wo die Zahl der Toten bis Samstag auf mindestens 121 gestiegen war. Weitere 54 wurden noch vermisst, wie Xinhua meldete. Rund 640 Menschen würden noch in Spitälern behandelt, davon befänden sich 48 in kritischem Zustand.

Am 12. August war es in dem Hafenlager mit gefährlichen Chemikalien nach einem Brand zu heftigen Explosionen gekommen, die in einem weiten Umkreis Verwüstungen anrichteten. Als Reaktion waren landesweit Inspektionen von Unternehmen angeordnet worden, die mit Chemikalien und Explosivstoffen umgehen. Dabei traten grosse Mängel in zahlreichen Unternehmen zutage.

Toyota verlängert Produktionsstopp

Als Folge der Katastrophe von Tianjin hatte der japanische Auto-Hersteller Toyota die Produktion in seinen Werken nahe des Hafens von Tianjin ausgesetzt. Eigentlich hätte die Fertigung am Samstag wieder hochgefahren werden sollen.

Da die Sicherheit in der Gegend nach wie vor nicht gewährleistet sei, werde der Produktionsstopp nun bis Mittwoch verlängert, teilte Toyota mit. Ob ab Donnerstag in Tianjin wieder Wagen vom Band laufen könnten, sei ungewiss.

(SDA)

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