Neue Erkenntnisse nach tödlichem Unfall mit altem Militärfahrzeug

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A1 im Kanton St. Gallen starben am Sonntag zwei Französinnen. Eine weitere Frau schwebt noch in Lebensgefahr.

Am Sonntagabend kam es auf der A1 zwischen Oberbüren und Gossau zu einem schweren Verkehrsunfall. Bild: Kantonspolizei SG

Am Sonntagabend kam es auf der A1 zwischen Oberbüren und Gossau zu einem schweren Verkehrsunfall. Bild: Kantonspolizei SG

Zwei Frauen kamen am Sonntagabend bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn zwischen Uzwil und Gossau ums Leben. Vier weitere Personen wurden teils schwer verletzt.

Gemäss bisherigen Erkenntnissen hatte ein 52-jähriger Mann mit seinem ehemaligen Militärfahrzeug, das jetzt zivil eingelöst ist, Motorenprobleme und dürfte sich auf dem Pannenstreifen befunden haben. Gleichzeitig fuhr ein 22-jähriger Autofahrer mit seinem Wagen auf der Autobahn A1 Richtung St.Gallen. Aus bislang unbekannten Gründen geriet das Auto kontinuierlich auf den Pannenstreifen und prallte gegen das Pannenfahrzeug. Durch die Wucht der Kollision wurde dieses aufs Dach geschleudert. Der 52-Jährige verletzte sich dabei unbestimmt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Er wird das Spital voraussichtlich schon bald verlassen können.

Das in Frankreich immatrikulierte Auto war mit fünf Personen besetzt. Der 22-jährige Autofahrer wurde schwer verletzt. Eine 21-jährige Mitfahrerin wurde ebenfalls schwer verletzt und musste notoperiert werden. Ihr Zustand ist nach wie vor kritisch. Ein 61-jähriger Mann erlitt diverse Knochenverletzungen und wird im Verlaufe des heutigen Tages operiert. Für zwei Frauen im Alter von 58 und 88 Jahren kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarben noch auf der Unfallstelle. Alle Insassen im Auto sind französische Staatsangehörige.

Verheerender Zusammenprall: In Oberbüren starben zwei Personen. Foto: Kapo SG

Vor Ort war ein Grossaufgebot der Kantonspolizei St. Gallen, des Rettungsdienstes sowie der örtlichen Feuerwehr. Zudem standen zwei Rettungshelikopter im Einsatz. Die Abklärungen zum Unfallhergang, zu den Todesopfern und den Verletzten dauerten am Sonntagabend an.

Auf dem Rückweg vom Oldtimertreffen

Das Pannenfahrzeug war auf dem Rückweg vom Convoy to Remember, dem grössten militärischen Oldtimertreffen der Schweiz, im aargauischen Birmenstorf. Gemäss dem «Blick» handelt es sich bei dem Unglückswagen um einen seltenen Mowag-Mannschaftstransporter der Schweizer Armee aus den 1950er-Jahren, aufgebaut auf einem Dodge-Chassis. Am dreitägigen Treffen nahmen 2000 Teilnehmer mit 700 historischen Fahrzeugen teil.

Wie «20 Minuten» berichtet, sind die beiden tödlich Verunfallten nicht die ersten, die an dieser Stelle auf der A1 ihr Leben lassen mussten. Alleine in diesem Jahr forderte der Autobahnabschnitt Bürerstich zwischen Gossau und Oberbüren fünf Todesopfer. Im April wollte ein 24-Jähriger bei einem Reifenschaden helfen. Er und der Fahrer des defekten Kleinbuses wurden dabei von einem Auto überfahren und getötet. Im Februar kam es auf dem Bürerstich an einem Vormittag zu drei Verkehrsunfällen. Während die beiden ersten Auffahrunfälle mit zwei leicht Verletzten relativ glimpflich endeten, kam beim dritten Unfall eine Frau ums Leben.

red/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt