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Mutmasslicher Internet-Mörder angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Essen hat Anklage gegen einen mutmasslichen Frauenmörder erhoben, der seine Opfer im Internet kennen gelernt haben soll.

Der 26-jährige Hamburger habe gestanden, eine 39-jährige Frau aus Marl mit fast 30 Messerstichen getötet zu haben, erklärte die Anklagebehörde am Mittwoch. Zu dem Mord an einer 26-Jährigen aus Stade habe er bisher geschwiegen. Der Mann sitzt seit 20. Juni in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft geht von der besonderen Schwere der Schuld aus, die sich bei einer Verurteilung strafverschärfend auswirkt.

Der Hamburger hatte sich laut Anklage am 5. Juni in Stade mit der 26-Jährigen getroffen, die er aus dem Internet kannte. Nach einem gemeinsamen Nachmittag habe er die Frau gegen 18.00 Uhr auf eine einsame Wiese geführt und ihr dort unvermittelt mit einem spitzen Gegenstand einen tödlichen Stich in den Hals versetzt. Zudem soll er ihre Handtasche an sich genommen und Handy und Geldbörse entwendet haben. Die Leiche wurde erst am 19. Juni entdeckt.

Zweites Opfer verblutete am Tatort

Am 17. Juni hatte der 26-Jährige laut Anklage eine andere Internet-Bekanntschaft in ihrer Wohnung in Marl besucht. Die beiden sollen miteinander geschlafen haben. Am späten Abend sei die Frau alleine mit ihrem Hund spazieren gegangen, der Hamburger soll ihr heimlich gefolgt sein.

Als sie in Richtung eines Feldes ging und von der Strasse nicht mehr zu sehen war, habe er sie überfallen und auf sie eingestochen: Insgesamt versetzte er ihr zwölf Messerstiche in den Rücken und 14 in die Brust. Die Frau verblutete noch am Tatort. Der mutmassliche Täter soll in die Wohnung zurückgekehrt sein und unter anderem ihren Computer entwendet haben.

AP/sam

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