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Mehrere Tote bei Überschwemmungen an Côte d'Azur

Die Überschwemmungen an der Côte d'Azur forderten bisher mindestens 17 Menschenleben. Viele versuchten ihre Autos vor den Fluten in Sicherheit zu bringen.

Das Unwetter in Südfrankreich hat die Côte d'Azur schwer getroffen. Ein Boot liegt quer über einem Zaun in Biot.
Das Unwetter in Südfrankreich hat die Côte d'Azur schwer getroffen. Ein Boot liegt quer über einem Zaun in Biot.
Lionel Cironneau/AP
Das Fussballspiel der Ligue 1 zwischen OGC Nice und FC Nantes musste wegen der heftigen Regenfälle abgebrochen werden.
Das Fussballspiel der Ligue 1 zwischen OGC Nice und FC Nantes musste wegen der heftigen Regenfälle abgebrochen werden.
Valery Hache, AFP
Auslöser der Überschwemmungen waren heftige Unwetter am Samstagabend. (3. Oktober 2015)
Auslöser der Überschwemmungen waren heftige Unwetter am Samstagabend. (3. Oktober 2015)
Valery Hache, AFP
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Nach heftigen Regenfällen mit Sturmböen sind bei Überschwemmungen in Südfrankreich mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Für weite Teile der Mittelmeerküste galten in der Nacht auf Sonntag Warnungen vor Unwettern und Hochwassern.

Drei betagte Menschen starben nach Angaben der Feuerwehr, als eine Hochwasserwelle am Samstagabend ein Altersheim in Biot nahe Antibes überschwemmte. In einer überfluteten Strasse in Cannes ertrank eine Frau, drei Menschen starben in einem Auto in Golfe-Juan, ein Mensch kam auf einem Campingplatz in Antibes ums Leben. Umgestürzte Bäume und Schlammlawinen behinderten den Zugang zu den betroffenen Gebieten, so dass die Opferzahl noch steigen könnte.

In einer ersten Zählung aus der Nacht war von 13 Todesopfern die Rede, diese wurde am Sonntagmorgen auf zehn nach unten korrigiert. Sechs Menschen wurden aber weiterhin vermisst, teilten die Behörden des Départements Alpes-Maritimes mit. Notunterkünfte wurden eingerichtet. Rund 35'000 Haushalte waren ohne Strom.

Hollande warnte die Bewohner der Region vor neuen Unwettern. Die Lage auf vielen Strassen sei noch sehr gefährlich, sagte der Staatschef und mahnte zu grosser Vorsicht und Aufmerksamkeit. Ebenso wie zuvor schon Premierminister Manuel Valls sicherte Hollande rasche Hilfe zu. Hinterbliebene von Opfern sollten schnell unterstützt werden. Der Präfektur in Alpes-Maritimes zufolge waren mehr als 500 Rettungskräfte im Einsatz.

Staatschef François Hollande kündigte für Sonntag einen Besuch am Unglücksort an. Ministerpräsident Manuel Valls zeigte sich tief betroffen. Er sagte den Hinterbliebenen via Twitter Unterstützung zu.

Auslöser der Überschwemmungen waren heftige Unwetter am Samstagabend. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers trat der Fluss Brague über die Ufer, das Gebiet um Antibes war überschwemmt. Der Wetterdienst Météo-France sagte für Sonntag eine leichte Verbesserung der Wetterlage voraus.

Autos ins Meer gespült

In Bahnhöfen der Region steckten Züge fest, weil Fahrstrecken blockiert waren. Hunderte Reisende sassen nach Angaben eines Bahnsprechers in Toulon, Nizza und Cannes fest. Auch am Flughafen von Nizza strandeten mehr als 500 Fluggäste.

Mehrere überflutete Campingplätze mussten evakuiert werden. Einige Camper wurden dabei mit Helikoptern von den Dächern ihrer Wohnmobile in Sicherheit gebracht. Eine Autobahn wurde voll gesperrt, weil der Seitenstreifen unter Wasser stand.

Auch in den grossen Städten Cannes und Nizza waren viele Strassen unpassierbar. In Nizza stürzten Bäume auf die berühmte Promenade des Anglais, die ebenfalls unter Wasser stand. Eine Schlammlawine beschädigte ein Gebäude im Nordosten der Stadt.

Reisende sitzen fest

Eine Autobahn wurde gesperrt. Mehrere Züge konnten wegen Überschwemmungen nicht weiterfahren, hunderte Reisende sassen nach Angaben eines Bahnsprechers in Toulon, Nizza und Cannes fest. Auch am Flughafen von Nizza strandeten mehr als 500 Fluggäste.

Erste Reaktionen zu den Überschwemmungen in Frankreich

Der Bürgermeister von Cannes, David Lisnard, sagt. «Ich weiss nicht, wie ich reagiert hätte, aber es wirkte so, dass gewissen Menschen ihre Fahrzeuge und nicht ihr eigenes Leben wichtiger sind.»

Der französische Präsident Françoise Hollande versichert, dass ein Unterstützungsfond durch die lokalen Behörden festgelegt wird.

Auch Nicolas Sarkozy, Parteipräsident der Republikaner, zeigte sich auf Twitter «zutiefst schockiert» und steht für die «wesentliche» Solidarität mit seinem Namen ein.

SDA/hae

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