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Milchskandal: China will scharfe Kontrollen

Während die EU chinesische Milchprodukte für Kinder verbietet, kündigt China verstärkte Kontrollen an.

Landesweit sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre 400 neue Testzentren entstehen und die Milchbauern mit Subventionen bei den Futterkosten entlastet werden, meldet die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium.

80 der neuen Testzentren sollen sich allein um die Qualität von Lebensmitteln kümmern, teilte ein Vertreter der staatlichen Qualitätskontrolle, Hou Linglin, an einer Konferenz über Nahrungsmittelsicherheit in Peking mit. Diese neue Infrastruktur sei bitter nötig, betonte er.

Veraltete Apparate für Kontrollen

Angesichts der rasant wachsenden Lebensmittelproduktion kämen die zentralen und lokalen Behörden mit ihren Investitionen in die Kontrolle kaum nach. Fast die Hälfte der dafür eingesetzten Apparate seien inzwischen hoffnungslos veraltet, sagte Hou.

Die EU-Kommission will am Freitag drei Massnahmen formell beschliessen, wie die Behörde in Brüssel ankündigte. Sämtliche chinesische Lebensmittel, die mehr als 15 Prozent Milchpulver enthalten, wie zum Beispiel Biscuits und Schokolade, sollen vor ihrer Einfuhr überprüft werden.

Embargo für Kinderprodukte aus China

Ausserdem sollen Stichproben bei Produkten vorgenommen werden, die bereits auf dem europäischen Markt gehandelt werden. Weiter werde es «ein völliges Embargo für Produkte aus China für Kinder geben», die auch nur ein Quäntchen Milch enthielten.

Damit solle sichergestellt werden, dass «solche Produkte in keiner Form importiert werden», sagte die Kommissionssprecherin. Die EU hatte die Einfuhr von Milch und Milchprodukten aus China bereits 2002 untersagt.

SDA/bru

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