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Mehr als 500 Eisenbahner streiken in Deutschland

Die Warnstreiks im deutschen Bahnverkehr haben am Morgen zum Unterbruch der Strecke zwischen dem badischen Bahnhof in Basel und Freiburg im Breisgau geführt. Auch internationale Züge fielen aus.

Nichts geht mehr: In ganz Deutschland haben 500 Eisenbahner ihre Arbeit niedergelegt.
Nichts geht mehr: In ganz Deutschland haben 500 Eisenbahner ihre Arbeit niedergelegt.
AFP

Der Unterbruch dauerte nach Bahnangaben bis gegen 9 Uhr. SBB-Sprecher Christian Ginzig sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, die internationalen Züge auf der Strecke am Oberrhein fielen aus, weil auch die Stellwerke bestreikt würden. Die anderen Grenzübergänge in Lindau Richtung München und in Schaffhausen Richtung Singen/Stuttgart seien vom Streik nicht betroffen.

Die Auswirkungen auf den schweizerischen Schienenverkehr dürften sich nach Angaben von Ginzig in Grenzen halten. Die SBB ersetzt deutsche IC-Züge von und nach Deutschland mit eigenem Rollmaterial. Da gewisses Rollmaterial auf der Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist nicht eingesetzt werden kann, sind Verspätungen zwischen 10 und 12 Minuten möglich.

In Deutschland traten am Dienstagmorgen die Angestellten von Privatbahnen und Deutscher Bahn in den Warnstreik, zunächst im Westen des Landes und in Bayern. Im Laufe des Morgens weiteten sich die Aktionen aus. So war neben dem Regionalverkehr auch zunehmend der Fernverkehr betroffen, wie etwa die ICE-Verbindungen auf der Rhein-Strecke und von Köln durch das Ruhrgebiet Richtung Hamburg.

Tiefere Löhne bei Privatbahnen

Hintergrund für die Warnstreiks sind die festgefahrenen Verhandlungen der Gewerkschaften mit der Deutschen Bahn und deren Privatkonkurrenz über einen Branchenlohnvertrag. Mit einheitlichen Bedingungen wollen die Arbeitnehmervertreter einen Wettbewerb über Lohnkosten um die lukrativen Aufträge für den öffentlichen Schienennahverkehr verhindern.

Nach Angaben der Gewerkschaften und der Bahn liegen die Löhne bei den Privatanbietern um bis zu 20 Prozent unter DB-Niveau. Die sechs grössten Privatbahnen haben ein Angebot vorgelegt, das die Gewerkschaften aber als zu niedrig abgelehnt hatten.

dapd/pbe

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