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Leila und die 2000 Luxusschuhe

Die Frau des tunesischen Ex-Präsidenten Ben Ali hatte eine umfangreiche Schuhsammlung und besass über 1500 Schmuckstücke. Der Palast des Paars soll nun ein Museum werden.

War im Volk verhasst: Leila Trabelsi.
War im Volk verhasst: Leila Trabelsi.
Keystone

Die Frau des gestürzten tunesischen Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali, Leila Trabelsi, hat über 1000 Paar Luxusschuhe und 1500 Schmuckstücke verfügt. Das geht aus einem in Tunis vorgestellten Bericht zu Korruption und Veruntreuung zu Zeiten Ben Alis hervor.

«Es gibt Grund genug, sich für die nationale Gemeinschaft zu schämen», sagte der Jurist Neji Baccouche, der den Bericht präsentierte. Er schlage vor, dass der Palast des Ex-Präsidenten «in ein Museum für das Gedächtnis» umgewandelt werde.

Korruption durchs Band

Der 345 Seiten starke Bericht zeigt das Ausmass der Korruption und stellt unter anderem Institutionen, Ministerien, Banken, den Zoll, die Medien und Anwälte in Frage. «Die Korruption und die Veruntreuung haben alle Bereiche betroffen», heisst es.

Besonders betroffen waren demnach unter anderem Regierung, Justiz, Steuerbehörden, Medien und Banken. Der Bericht der Untersuchungskommission wurde an den tunesischen Übergangspräsidenten Foued Mebazaa übergeben, der die Konfiszierung der Güter des Ben-Ali-Clans angeordnet hatte.

SDA/miw

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