Lebenslange Haft für 7 Angeklagte wegen Anschlägen in Tunesien

2015 erschütterten die Anschläge auf das Bardo-Nationalmuseum in Tunis und den Strand von Sousse Tunesien. Nun wurden lange Freiheitsstrafen ausgesprochen.

Polizisten bewachen den Strand von Sousse: Bei einem Anschlag kamen hier vor rund vier Jahren 38 Touristen ums Leben. (Archivbild) epa/Mohamed Messara

Polizisten bewachen den Strand von Sousse: Bei einem Anschlag kamen hier vor rund vier Jahren 38 Touristen ums Leben. (Archivbild) epa/Mohamed Messara

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Fast vier Jahre nach den Anschlägen auf das Bardo-Nationalmuseum in Tunis und den Strand von Sousse hat ein tunesisches Gericht sieben Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt. Dies teilte die tunesische Staatsanwaltschaft am Samstag mit. Demnach wurden in den beiden Prozessen zudem Haftstrafen von sechs Monaten bis 16 Jahren gegen weitere Angeklagte verhängt. Die Verfahren gegen 27 weitere Angeklagte wurden allerdings eingestellt.

Bei dem Angriff auf das Bardo-Nationalmuseum in der tunesischen Hauptstadt waren 21 ausländische Touristen und ein Polizist im März 2015 getötet worden. Drei Monate später tötete ein bewaffneter Angreifer vor einem Strandhotel im Badeort Port El Kantaoui bei Sousse 38 Touristen, darunter 30 Briten und zwei Deutsche. Zu beiden Anschlägen bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Den Angeklagten wurde auf der Grundlage eines im Sommer 2015 verabschiedeten Anti-Terror-Gesetzes der Prozess gemacht. Im Prozess wegen des Anschlags auf das Bardo-Nationalmuseum standen nach Angaben der Staatsanwaltschaft insgesamt 25 Angeklagte vor Gericht, von denen 22 bereits in Untersuchungshaft sassen. Wegen des Anschlags in Sousse standen 26 Angeklagte vor Gericht, von denen 18 in Haft sassen. (sda)

Erstellt: 09.02.2019, 06:56 Uhr

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