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Kunstbilder gestohlen – Politiker angeklagt

Der Vize-Bürgermeister einer israelischen Stadt steht unter Verdacht, 23 Bilder im Millionenwert von Malern wie Cézanne, Delacroix, El Greco und Tintoretto gestohlen zu haben.

Reuven Sadeh wird in einer in der vergangenen Woche eingereichten Klage vorgeworfen, er habe die Bilder verschwinden lassen, als das städtische Kunstmuseum in Safed 1985 in ein Bibelmuseum umgewidmet wurde. Safed ist ein Zentrum des jüdischen Mystizismus.

Im Wahlkampf

Sadeh war am Montag nicht zu erreichen. Ein Anruf bei einer ihm gehörenden Kunstgalerie in Safed wurde nicht beantwortet. Das israelische Justizministerium teilte mit, Sadeh stehe unter Hausarrest und dürfe mit niemandem ausser seiner Familie und seinem Anwalt sprechen. Auch sein Anwalt war nicht erreichbar.

Sadeh ist den amtlichen Angaben zufolge weiterhin stellvertretender Bürgermeister und kann sich bei der Kommunalwahl im kommenden Monat erneut um ein Mandat bewerben, hiess es weiter. Die Zeitung «Haaretz» schrieb, Sadeh sei wegen Körperverletzung und Fälschung vorbestraft.

Schlechtes Image der Politikerkaste

Sadeh verlängert eine umfangreiche Liste von israelischen Politikern, gegen die Ermittlungen laufen. Ministerpräsident Ehud Olmert will demnächst zurücktreten, um sich gegen Korruptionsvorwürfe zu wehren, der frühere Staatspräsident Mosche Katzav ist wegen Vorwürfe sexueller Übergriffe zurückgetreten, und Exfinanzminister Avraham Hirschson steht wegen Veruntreuung vor Gericht.

SDA/cpm

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