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Knochen bei der Costa Concordia entdeckt

Taucher haben in der Nähe des Wracks der Costa Concordia menschliche Überreste gefunden. Eine DNA-Analyse soll nun abklären, ob es sich dabei um die beiden letzten Vermissten des Schiffsunglücks handelt.

Die letzten Opfer des Schiffsunglücks könnten gefunden worden sein: Das aufgerichtete Wrack der Costa Concordia. (Archiv)
Die letzten Opfer des Schiffsunglücks könnten gefunden worden sein: Das aufgerichtete Wrack der Costa Concordia. (Archiv)
AFP

In der Nähe der Costa Concordia sind offenbar sterbliche Überreste der zwei Menschen entdeckt worden, die seit der Havarie des Schiffes Anfang 2012 noch vermisst werden. Taucher von Küstenwache und Polizei hätten die Entdeckung heute Donnerstag in der Nähe des Schiffswracks vor der Insel Giglio gemacht, teilte der italienische Zivilschutz mit.

Eine DNA-Untersuchung soll nun Klarheit bringen. Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia war im Januar vergangenen Jahres bei einem riskanten nächtlichen Manöver vor Giglio auf Grund gelaufen. Bei dem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben. In einer technisch hochaufwendigen Operation wurde das auf der Seite liegende Wrack in der vergangenen Woche aufgerichtet. Am Dienstag dann begannen Spezialtaucher mit der Suche nach den zwei letzten Todesopfern. Bei ihnen handelt es sich um die italienische Passagierin Maria Grazia Trecarichi und den indischen Schiffskellner Russel Rebello.

DNA-Untersuchung angesetzt

Ob jetzt wirklich die Überreste der beiden Vermissten gefunden wurden, blieb zunächst unklar. «Nur die Untersuchung der DNA kann uns Sicherheit bringen», sagte Italiens Zivilschutzchef Franco Gabrielli. «Aber angesichts des Ortes, wo sie gefunden wurden, könnten die Überreste zu den beiden Opfern gehören», fügte er im Fernsehen hinzu. Auf jeden Fall handele es sich um menschliche Überreste. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa wurden Knochen gefunden.

Gabrielli hatte zu Beginn des Tauchereinsatzes erklärt, dass es «oberste Priorität» habe, «die letzten beiden Opfer ihren Familien zurückzugeben». Der in Italien lebende Bruder von Rebello und der Ehemann von Trecarichi waren in den vergangenen Monaten mehrmals in der Hoffnung nach Giglio gereist, dass die beiden Leichen noch gefunden werden.

AFP/kle/ami

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