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James Bulgers Mörder kommt frei

Als Zehnjähriger misshandelte und tötete Jon Venables in Liverpool ein Kleinkind. Jetzt wird er freigelassen, obwohl er zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Die Eltern des getöteten Kindes sind entsetzt.

«Ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich erneut durchmache:» Denise Fergus, Mutter des getöteten James Bulger. (Archivbild)
«Ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich erneut durchmache:» Denise Fergus, Mutter des getöteten James Bulger. (Archivbild)
Keystone

Einer der bekanntesten britischen Mörder, der als Zehnjähriger ein Kleinkind getötet hatte, kommt aus der Haft frei. Der heute 29-jährige Jon Venables werde auf freien Fuss gesetzt, erklärte ein Berufungsausschuss am Donnerstag.

Venables war 1993 gemeinsam mit seinem gleichaltrigen Freund Robert Thompson zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Jungen hatten in einem Einkaufszentrum in Liverpool den zweijährigen James Bulger entführt, gefoltert und erschlagen. Die Tat löste nicht nur in Grossbritannien Entsetzen aus.

2001 wurden Venables und Thompson auf Bewährung aus der Haft entlassen und zu ihrem eigenen Schutz mit neuen Identitäten ausgestattet. Im Juli 2010 kam Venables wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornos erneut ins Gefängnis.

Die Eltern des getöteten James Bulger zeigten sich entsetzt über die neuerliche Freilassung des Mörders ihres Sohnes. «Venables kommt frei. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich erneut durchmache», twitterte James' Mutter Denise Fergus.

Der Vater des Jungen äusserte sich «enttäuscht und bestürzt». Für ihn gehe «der Albtraum weiter». Venables sei ein Sextäter, der schon einmal getötet und klar gemacht habe, dass für ihn der sexuelle Missbrauch von Kindern der «ultimative Kick» sei.

SDA/chk

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