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«Ja, ich unterstütze Tristane Banon»

In der Affäre um Dominique Strauss-Kahn begrüsst der Anwalt des Zimmermädchens die Klage der französischen Journalistin Tristane Banon. Der Angeklagte reagiert derweil mit einer Gegenklage.

Hatte monatelang gegen DSK gekämpft: Die AutorinTristane Banon zeigte dieses Jahr den ehemaligen IWF-Chef wegen versuchter Vergewaltigung an.
Hatte monatelang gegen DSK gekämpft: Die AutorinTristane Banon zeigte dieses Jahr den ehemaligen IWF-Chef wegen versuchter Vergewaltigung an.
AFP
Was ist zwischen den beiden vorgefallen? Dominique Strauss-Kahn und Tristane Banon.
Was ist zwischen den beiden vorgefallen? Dominique Strauss-Kahn und Tristane Banon.
AFP
In den französischen Medien wurde Banon lange als Exzentrikerin dargestellt. Erst nach einem Interview mit TF1 wurde sie ernst genommen. (17. Mai 2011)
In den französischen Medien wurde Banon lange als Exzentrikerin dargestellt. Erst nach einem Interview mit TF1 wurde sie ernst genommen. (17. Mai 2011)
Reuters
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Der Anwalt des New Yorker Zimmermädchens, das dem Franzosen massive sexuelle Angriffe vorwirft, unterstützt die Klage der französischen Journalistin, die ähnliche Vorwürfe erhebt. Kenneth Thompson, der Anwalt der 32-jährigen Hotelangestellten, antwortete auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP per E-Mail: «Ja, ich unterstütze Tristane Banon». Die 31-jährige Journalistin und Buchautorin hatte zuvor über ihren Anwalt David Koubbi erklärt, dass sie Anzeige gegen Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung erstatten werde.

Strauss-Kahn liess daraufhin über seine Anwälte verlauten, dass er Banons Pläne zur Kenntnis genommen habe. Die Vorwürfe seien indes «erfunden», und er habe seine Anwälte damit beauftragt, Banon wegen Verleumdung zu verklagen. Banon hatte bereits nach Strauss-Kahns Festnahme Mitte Mai in den USA berichtet, der frühere französische Finanzminister habe sie 2002 sexuell genötigt. Sie hatte diesen Vorwurf schon 2007 in einer Fernsehsendung erhoben.

Nächster Gerichtstermin am 18. Juli

Der Sender hatte den Namen von DSK, wie der frühere sozialistische Hoffnungsträger in Frankreich genannt wird, allerdings mit einem Piepton unkenntlich gemacht. Sie habe Strauss-Kahn seinerzeit nicht angezeigt, weil sie nicht als eine Frau gelten wollte, «die ein Problem mit einem Politiker hat», sagte Banon damals.

Strauss-Kahn war Mitte Mai in den USA festgenommen worden, weil er ein Zimmermädchen in einem New Yorker Luxushotel massiv sexuell angegriffen haben soll. Am Freitag entschied ein Gericht in New York jedoch, den 62-Jährigen wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit des mutmasslichen Opfers unter Auflagen freizulassen. Der nächste Gerichtstermin ist am 18. Juli.

AFP/jak

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