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In Rom tritt der Tiber über die Ufer

Nach den heftigen Regenfällen in der Region Umbrien ist der Wasserstand des Tibers in Rom dramatisch gestiegen. In den nördlichen Vororten sind Strassen überflutet. Das historische Zentrum blieb verschont.

Brenzlige Lage bei der Milvischen Brücke: Das Hochwasser hat die Trümmer eines mitgespülten Hauses an die Brücke gedrückt. (14. November 2012)
Brenzlige Lage bei der Milvischen Brücke: Das Hochwasser hat die Trümmer eines mitgespülten Hauses an die Brücke gedrückt. (14. November 2012)
AFP
Vielen Menschen blieb nur die Flucht in die Höhe: Ein überflutetes Auto in Montalto di Castro. (12. November 2012)
Vielen Menschen blieb nur die Flucht in die Höhe: Ein überflutetes Auto in Montalto di Castro. (12. November 2012)
Keystone
Land unter in Venedig: Gummistiefel und Schuhe treiben in einem Schuhladen. (11. November 2012)
Land unter in Venedig: Gummistiefel und Schuhe treiben in einem Schuhladen. (11. November 2012)
AFP
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Nach tagelangen Regenfällen ist in Rom der Tiber über die Ufer getreten und hat Teile der nördlichen Vorstädte überschwemmt. Das Hochwasser ist Folge der Regenfälle im nördlicher gelegenen Umbrien. Der Fluss erreichte einen Pegelstand von fast 13 Metern. Nach Angaben des Zivilschutzes gerieten mehrere Verkehrsachsen unter Wasser, ebenso zahlreiche Sportanlagen auf dem Foro Italico. Nördlich von Rom trat der Nebenfluss Aniene über die Ufer und überschwemmte mehrere Hektaren Land. Feuerwehr und Zivilschutz waren im Dauereinsatz.

Das historische Zentrum Roms blieb vom Hochwasser verschont. Die hohen römischen Mauern garantierten die Sicherheit der Innenstadt, teilte die Region Latium mit. «Wir sind davon überzeugt, dass die Flutwelle Rom passieren kann, ohne in der Stadt Schaden anzurichten», sagte Bürgermeister Gianni Alemanno im italienischen Fernsehen Sky TG 24.

Derweil normalisierte sich die Lage nach den Unwettern in der Toskana und in Umbrien allmählich. In der Toskana waren am Dienstag vier Menschen wegen der Flut ums Leben gekommen. Hunderte mussten ihre Häuser verlassen oder sich auf Dächer flüchten.

So viel Regen wie sonst in einem halben Jahr

«In 48 Stunden ist in den Regionen Toskana, Umbrien und Latium so viel Regen wie durchschnittlich in sechs Monaten gefallen», berichtete der Meteorologe Simone Abelli.

Der Landwirtschaftsverband Coldiretti klagte über Schäden in Millionenhöhe für die Bauern. Umweltminister Corrado Clini sagte, 40 Milliarden Euro seien über die nächsten 15 Jahre notwendig, um die Gefahr von Erdrutschen und Überschwemmungen zu bannen. Er wolle der Regierung einen Plan zur Bekämpfung der Auswirkungen klimatischer Veränderungen vorlegen.

SDA/kpn

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