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Hurrikan Harvey fordert sechs weitere Todesopfer

Der Wiederaufbau nach Harvey wird gemäss US-Präsident Donald Trump «sehr teuer». Laut Rechtsmedizin stehen weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Sturm.

Kampf gegen die Flut: Weitere Tote durch Dauerregen. (Video: Tamedia/AFP).

Infolge der sintflutartigen Regenfälle durch Sturm Harvey sind im US-Bundesstaat Texas womöglich sechs weitere Menschen ums Leben gekommen. Es gebe sechs Todesfälle, die «möglicherweise» in Verbindung zur Katastrophe stünden, sagte eine Sprecherin der Rechtsmedizin.

Sorge um Giftstoffe: Mindestens fünf Giftmüll-Lager nahe Houston wurden überschwemmt, hier das Highlands Acid Pit. (31. August 2017)
Sorge um Giftstoffe: Mindestens fünf Giftmüll-Lager nahe Houston wurden überschwemmt, hier das Highlands Acid Pit. (31. August 2017)
Jason Dearen, Keystone
Geld aus Washington soll helfen: Überflutetes Haus in Texas. (1. September 2017)
Geld aus Washington soll helfen: Überflutetes Haus in Texas. (1. September 2017)
Brett Coomer, Keystone
... der sie nach San Antonio bringen soll.
... der sie nach San Antonio bringen soll.
Courtney Sacco /Corpus Christi Caller-Times via AP, Keystone
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Überflutete Strassen, geschlossene Flughäfen und evakuierte Krankenhäuser: Sturm «Harvey» stürzt die texanische Millionenstadt Houston ins Chaos. (Video: Tamedia/AFP)

Die genaue Todesursache sei allerdings noch unklar, erklärte die Sprecherin im County Harris, zu dem auch die Millionenmetropole Houston gehört. Möglicherweise hätten die Opfer medizinische Notfälle erlitten und seien aufgrund der Überschwemmungen von Hilfe abgeschnitten gewesen.

Die Angaben der Sprecherin standen nicht in Zusammenhang mit unbestätigten Berichten von US-Medien, wonach eine sechsköpfige Familie ums Leben gekommen sei, als ihr Fahrzeug in den Fluten stecken blieb.

Zuvor hatten die Behörden drei Todesfälle infolge des Sturms bestätigt. Harvey sorgt in der Millionenmetropole Houston und anderen Orten in Texas seit Freitag für Chaos. Strassen wurden überflutet, Krankenhäuser und Flughäfen mussten schliessen.

Wiederaufbau wird laut Trump «sehr teuer»

Kurz vor einer Reise in die Katastrophengebiete von Texas hat US-Präsident Donald Trump die Bewohner auf einen langen und schwierigen Wiederaufbau nach Sturm Harvey eingestimmt. Der Wiederaufbau werde «sehr teuer». Deswegen stehe er mit dem Kongress in Kontakt.

Trump äussert sich zum Sturm Harvey. (Video: Youtube/CNN)

Im Moment habe jedoch die Sicherheit und die Rettung von Menschenleben Vorrang, sagte Trump am Montag vor Journalisten in Washington. «Alle mir untergeordneten Ressourcen stehen den Behörden vor Ort zur Verfügung.»

Trump reist am Dienstag nach Texas, wo im Grossraum Houston nach heftigen Regenfällen grosse Gebiete unter Wasser stehen. Der Höhepunkt der Wassermassen wird Meteorologen zufolge erst in den kommenden Tagen erreicht. Wegen Tropensturm Harvey sind bislang sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden rechnen mit weiteren Todesopfern.

Die US-Grossbank JP Morgan schätzt die versicherten Schäden durch den Hurrikan Harvey auf zehn bis 20 Milliarden Dollar. Dies seien die Berechnungen nach dem bisherigen Stand, schrieb deren Expertin Sarah DeWitt am Montag in einer Kurzstudie.

Stars spenden für Sturm-Opfer

Damit könnte Harvey zu einem der teuersten zehn Wirbelstürme der US-Geschichte werden. Hurrikan Katrina, der 2005 New Orleans verwüstet hatte, kostete die Branche allerdings insgesamt 75 Milliarden Dollar. Harvey richtete bisher bereits hohe Schäden durch Überschwemmungen in der texanischen Millionen-Metropole Houston an.

Derweil spenden US-Stars für die Sturm-Opfer in Texas. Komiker Kevin Hart gab auf Instagram am Sonntag bekannt, er werde nach den Überschwemmungen 25'000 Dollar spenden. In einer Videobotschaft wandte er sich namentlich an Stars wie Dwayne Johnson, Chris Rock, Jay-Z, Beyoncé und Justin Timberlake, seine Hilfsaktion zu unterstützen.

Der Country-Star Chris Young kündigte eine Spende in Höhe von 100'000 Dollar an. Er rief zugleich eine Hilfsaktion ins Leben, mit dem Ziel, eine halbe Million Dollar zu sammeln. Er habe Freunde und Familienmitglieder in der betroffenen Region und er mache sich grosse Sorgen um die Menschen in Texas, schrieb Young auf Twitter.

SDA/chk

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