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Harry und William schleppen Sandsäcke

Vermisste Wanderer und ein Gebäudeeinsturz in London: Die schweren Unwetter halten Grossbritannien weiter in Atem. Videoaufnahmen zeigen heftige Sturmfluten.

Sie soll zu spät zum Einsatz gekommen sein: Die britische Armee beim Schleppen von Sandsäcken. (7. Februar 2014)
Sie soll zu spät zum Einsatz gekommen sein: Die britische Armee beim Schleppen von Sandsäcken. (7. Februar 2014)
Reuters
Einsatz als Katastrophenhelfer: Die britischen Prinzen William (links) und Harry. (14. Februar 2014)
Einsatz als Katastrophenhelfer: Die britischen Prinzen William (links) und Harry. (14. Februar 2014)
Paul Hackett, Reuters
Eine Welle prallt in Newhaven gegen einen Leuchtturm. (5. Februar 2014)
Eine Welle prallt in Newhaven gegen einen Leuchtturm. (5. Februar 2014)
Keystone
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Die heftigen Winterstürme über den britischen Inseln am Freitag und in der Nacht zum Samstag haben mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Auch Frankreich und Irland sind betroffen.

Mitten in einem belebten Viertel der Londoner Innenstadt starb eine 49-Jährige, als während des Sturms eine Mauer-Brüstung auf das Dach ihres Autos stürzte. Zwei weitere Insassen des Autos sowie ein Passant wurden dabei verletzt, teilte Scotland Yard mit.

Mann stirbt auf Kreuzfahrtschiff

Auf dem Kreuzfahrtschiff Marco Polo im Ärmelkanal starb ein 85-Jähriger, nachdem eine heftige Welle das Schiff erfasst hatte. Der Mann sei unglücklich gestürzt, teilten die französischen Rettungskräfte mit. Nach britischen Medienberichten hatten die Wassermassen auch ein Fenster des Schiffes eingedrückt.

In Irland starb am Freitag ein 19-Jähriger, als er mit seinem Auto in einen umgestürzten Baum krachte. Am Mittwoch war bereits ein etwa 70 Jahre alter Mann in England an den Folgen eines Stromschlags gestorben - er hatte versucht, einen auf eine Stromleitung gefallen Baum zu entfernen.

In Schottland wiederum wurden zwei Wanderer vermisst, die bei miserablem Wetter Grossbritanniens höchsten Berg, den Ben Nevis, erklommen und dort wegen der schlechten Sicht die Orientierung verloren hatten. Über den Verbleib der beiden wird nach Polizeiangaben noch gerätselt. In Wales waren noch immer rund 17'000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten.

Windspitzen von bis 130 km/h

Zwei Tage, nachdem hurrikanartige Winde zu massiven Stromausfällen geführt hatten, war am Freitag ein weiterer von Regen und Schnee begleiteter Sturm mit Windgeschwindigkeiten von knapp 130 Stundenkilometern auf den Südwesten Englands getroffen. Die Umweltbehörden rechneten damit, dass er am Samstag über das Land hinwegfegen und weitere Schäden anrichten dürfte.

Videoaufnahmen aus Newlyn an der südlichen Küste Cornwalls zeigen, wie das stürmische Meer die Strassen der Ortschaft überflutet:

(Videos: Adrian Keast)

Bis zu tausend zusätzliche Gebäudeevakuierungen und anhaltende Verkehrsbehinderungen seien zu erwarten. Binnen sechs Stunden könnten 40 Millimeter Regen niedergehen.

Mit dem Schleppen von Sandsäcken hatten sich die britischen Prinzen William und Harry am Freitag solidarisch mit den Opfern der schweren Überschwemmungen und den Helfern gezeigt. In Regenkleidung und Gummistiefeln reihten sich die Söhne von Thronfolger Charles in der Ortschaft Datchet westlich von London in eine Menschenkette ein und halfen Soldaten, Sandsäcke von einem Lastwagen zu hieven.

SDA/mw

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