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Handy rettet Amok-Opfer

Fünf Kugeln treffen Kevin Ortiz bei der Schiesserei in Kalifornien. Ein Geschoss verfehlt jedoch die Brust – sein Smartphone hat die lebensgefährliche Kugel umgelenkt.

Grosse Erleichterung: Patrick Baccari überlebte, weil er während der Schiesserei auf der Toilette war. (3. Dezember 2015)
Grosse Erleichterung: Patrick Baccari überlebte, weil er während der Schiesserei auf der Toilette war. (3. Dezember 2015)
Robyn Beck, AFP
FBI-Agenten durchsuchen ein Wohnhaus in San Bernardino nach der Schiesserei mit 14 Toten. Es handelt sich möglicherweise um die Wohnung der beiden mutmasslichen Täter, in der zwölf Sprengkörper gefunden wurden.
FBI-Agenten durchsuchen ein Wohnhaus in San Bernardino nach der Schiesserei mit 14 Toten. Es handelt sich möglicherweise um die Wohnung der beiden mutmasslichen Täter, in der zwölf Sprengkörper gefunden wurden.
AP/Ringo H.W. Chiu
Die Zeitung «Los Angeles Times» berichtete unter Berufung auf eine Polizeisprecherin, der oder die Täter seien schwer bewaffnet und trügen möglicherweise schusssichere Westen. (2.12.2015)
Die Zeitung «Los Angeles Times» berichtete unter Berufung auf eine Polizeisprecherin, der oder die Täter seien schwer bewaffnet und trügen möglicherweise schusssichere Westen. (2.12.2015)
Chris Carlson, Keystone
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Der 28-jährige Syed Farook und seine Frau Tashfeen Malik, 27, stürmten am Mittwoch ein Sozialzentrum in San Bernardino und töteten dort 14 Menschen. 17 weitere wurden verletzt. Einer der Verletzten war Kevin Ortiz – er wurde von fünf Kugeln getroffen. Der 24-jährige Umweltinspektor kauerte gemäss «Dailymail» mit einem Arbeitskollegen unter dem Tisch, als Farook zu schiessen begann. Zwei Kugeln trafen demnach Ortiz in den Oberschenkel, zwei weitere in die Arme und eine in die Schulter. Ein weiteres Geschoss, das direkt auf die Brust abgefeuert wurde und somit lebensgefährliche Verletzungen verursacht hätte, wurde durch Ortiz' iPhone in der Hemdtasche umgelenkt.

Auch Patrick Baccari überlebte durch einen glücklichen Zufall die Schiesserei. Kurz vor der Attacke sass er noch am selben Tisch wie der Schütze. Farook hatte im Sozialzentrum an einem Mitarbeiter-Bankett teilgenommen. Plötzlich verliess er die Feier, nur um später in Kampfmontur zurückzukehren. Seinen Mantel liess er am Stuhl hängen. Baccari sei gerade auf der Toilette gewesen, als die Schiesserei begann. Dass er von Geschossen verletzt worden war, welche die Wand durchschlugen, realisierte er erst, als er die blutende Wunde im Toilettenspiegel sah. «Wäre ich nicht auf die Toilette gegangen, wäre ich wohl tot auf dem Boden gelegen», erzählt Baccari der Nachrichtenagentur Associated Press (AP).

Julie Paez, die bei der Gesundheitsbehörde Wasser überprüft, wurde mindestens zweimal von einer Kugel getroffen. Eine davon zertrümmerte ihr Becken, erzählt Paez' Sohn der AP. Die Mutter habe während der Schiesserei eine Nachricht an ihre Familie gesendet. «Sie schickte uns ein Selfie, auf dem sie tapfer lächelte und schrieb dazu, dass sie in eine Schiesserei geraten sei. Uns war nicht klar, ob sie lebte oder tot war», so der Sohn Nick Paez. Die Mutter wurde schliesslich in einem Spital in der Nähe von der Familie gefunden. Sie wurde operiert und ist nicht in Lebensgefahr.

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