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Handelte ein Gefängniswärter mit Handys und Drogen?

Die Genfer Polizei hat einen Aufseher der Strafanstalt Champ-Dollon verhaftet. Nicht das erste Mal sorgt dieses Gefängnis für Schlagzeilen.

Dem Wärter werden passive Korruption und Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen: Die Strafanstalt Champ-Dollon in Genf. (Archivbild)
Dem Wärter werden passive Korruption und Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen: Die Strafanstalt Champ-Dollon in Genf. (Archivbild)
Martial Trezzini, Keystone

Die Genfer Justizbehörden haben am Dienstag einen Wärter der Strafanstalt Champ-Dollon am Arbeitsplatz verhaftet. Er steht im Verdacht, Mobiltelefone und Drogen ins Gefängnis geschmuggelt und an Häftlinge verkauft zu haben.

Die Polizei durchsuchte zudem die Zellen, zu denen der Wärter Zugang hatte, wie die Genfer Staatsanwaltschaft mitteilt. Die Gefängnisdirektion und das Personal hätten beim Einsatz vollumfänglich kooperiert.

Platznot und Massenschlägereien

Gegen den Gefängniswärter wird wegen passiver Korruption und wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Das Gefängnis Champ-Dollon gerät immer wieder wegen der massiven Überbelegung in die Schlagzeilen.

Zweitweise befanden sich im Gefängnis mit 387 Haftplätzen bis zu 900 Häftlinge. Zudem kam es im Februar 2014 zu fünf Massenschlägereien mit rund 100 Beteiligten. Der Kanton Genf will die Platznot in den Strafanstalten mit dem Bau weiterer Strafanstalten verringern.

SDA/sep

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