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Häftlinge stecken Zelle in Brand

Im Genfer Gefängnis Champ-Dollon zündeten zwei Männer absichtlich Möbelstücke und Matrazen ihrer Zelle an. Beide wurden verletzt, einer von ihnen schwer.

Knappe Platzverhältnisse: Zelle in Champ-Dollon. (25. Juli 2011)
Knappe Platzverhältnisse: Zelle in Champ-Dollon. (25. Juli 2011)
Keystone

Im Genfer Gefängnis Champ-Dollon haben zwei Häftlinge am Samstag ihre Zelle in Brand gesteckt. Beide wurden ins Spital gebracht, einer von ihnen erlitt schwere Verletzungen.

Die beiden Gefangenen zündeten gegen 10.20 Uhr absichtlich Möbelstücke und ihre Matrazen in der Fünferzelle an, wie Gefängnisdirektor Constantin Franziskakis der Nachrichtenagentur sda. Die starke Rauchentwicklung habe daraufhin Alarm ausgelöst.

Der Brand konnte vom Gefängnispersonal und von der Genfer Feuerwehr eingedämmt werden. Die Polizei hat eine Untersuchung eröffnet.

Der Zustand des schwer verletzten Brandstifter «bereite etwas Sorge», sagte Franziskakis. Der zweite sei auch verletzt worden, sein Zustand sei aber weniger schlimm. Die drei weiteren Mithäftlinge mussten nicht ins Spital gebracht werden.

Neues Gefängnis geplant

Die rund 200 Insassen des betroffenen Sektors mussten vorübergehend in einen anderen Sektor gebracht werden. Später am Abend wurden sie wieder in ihre Zellen zurück gebracht.

In Champ-Dollon hat es wegen der knappen Platzverhältnisse schon mehrfach Probleme gegeben. Die Anstalt ist eigentlich für 370 Häftlinge angelegt, Anfang Januar überschritt die Zahl der Insassen jedoch erneut die Grenze von 600.

Eine Entspannung der Situation dürfte 2013 mit der Eröffnung des neuen Gefängnisses Curabilis eintreten, welches neben Champ-Dollon errichtet wird und Platz für gegen 100 als gefährlich eingestufte Verwahrte bieten soll. Auch die Erweiterung des Genfer Gefängnisses La Brenaz sollte ab 2015 zur Entlastung der anderen Haftanstalten beitragen.

SDA/kle

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