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Grösster Juwelenraub in der Geschichte Grossbritanniens vor Gericht

Es war ein filmreifer Coup: Am 6. August vergangenen Jahres spazierten zwei gut gekleidete Herren in das elegante Juweliergeschäft Graff Diamonds in London.

Sie zückten Pistolen und zwangen eine Angestellte, 43 erlesene Schmuckstücke für sie einzupacken. Die vermeintlichen Gentlemen erbeuteten Halsketten, Ohrringe und Uhren im Wert von 40 Millionen Pfund (45 Millionen Euro). Es war der grösste Juwelenraub in der Geschichte Grossbritanniens - am Mittwoch kommt der Fall vor Gericht.

Angeklagt sind neben den beiden mutmasslichen Haupttätern Aman Kassayane und Craig Calderwood sieben weitere Verdächtige, die dem Duo bei der Vorbereitung des Juwelenraubs geholfen haben sollen. Das Verbrechen war generalstabsmässig geplant: Nach dem Überfall entkamen Kassayane und Calderwood in einer ganzen Serie verschiedener Fluchtfahrtzeuge. Für Hinweise zur Ergreifung der dreisten Diebe wurde eine Belohnung von einer Milliarde Pfund (1,1 Milliarden Euro) ausgesetzt, zwei Wochen nach dem Überfall konnte die Polizei dann erste Festnahmen vermelden.

Das am helllichten Tag begangene Verbrechen wurde von den britischen Medien in eine Reihe mit legendären Fällen der Kriminalgeschichte wie dem Überfall auf einen Postzug im August 1963 gestellt. Damals erbeutete der Gauner Ronald Biggs 2,6 Millionen Pfund, das entsprach damals 31 Millionen Mark - nach heutiger Kaufkraft mehr als 35 Millionen Euro. Den bisherigen Rekord hält eine Bande, die 2006 bei einem Überfall auf ein Gelddepot in Tonbridge 53 Millionen Pfund einsackte. Der Prozess gegen die Juwelenräuber im Londoner Stadtteil Woolwich ist auf zehn Wochen angesetzt.

ddp/sam

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