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«GNTM»-Bombendrohung: Polizei fahndet nach anonymer Anruferin

Während des Finals der Castingshow «Germany's Next Topmodel» ist eine Bombendrohung eingegangen – die Sendung wurde abgebrochen. Die Veranstaltung soll am 28. Mai wiederholt werden.

Ein Mann habe Heidi Klum während der Show bedroht, berichten Medien: Die Moderatorin begrüsst ihre «Mädchen» zur Finalshow (14. Mai 2015).
Ein Mann habe Heidi Klum während der Show bedroht, berichten Medien: Die Moderatorin begrüsst ihre «Mädchen» zur Finalshow (14. Mai 2015).
Uwe Anspach, AFP
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Nach der telefonischen Bombendrohung gegen das Finale der Casting-Show «Germany's Next Topmodel» fahndet die Polizei nun nach der anonymen Anruferin. Bislang sei die Suche erfolglos verlaufen, heisst es in einer Mitteilung.

Polizeihunde hätten in der Nacht auf heute die SAP Arena in Mannheim nach Sprengstoff abgesucht. Ein verdächtiger Koffer in der Garderobe stellte sich als ungefährlich heraus. «So, wie es aussieht, war keine Bombe drin», sagte ein Sprecher der Polizei Mannheim.

(Video: Reuters)

Wegen der Bombendrohung wurde die Sendung gestern Abend um 21.30 Uhr abgebrochen. Gegen 21 Uhr ging eine telefonische Drohung ein: Eine Frau habe beim Sender angerufen und damit gedroht, «dass in der SAP-Arena während der Übertragung eine Bombe hochgeht», meldet die Deutsche Presse-Agentur.

Zusätzlich wurde ein verdächtiger Koffer in der Garderobe gefunden, heisst es bei der Polizei. Daraufhin habe der Veranstalter die Live-Sendung in Rücksprache mit der Polizei vorsichtshalber beendet, um eine Gefährdung der Besucher auszuschliessen. Die rund 8500 Zuschauer wurden kurz nach 21.30 Uhr angewiesen, die SAP-Arena in Mannheim zu verlassen.

Über die Drohung twitterten mehrere Gäste der Show, unter anderem «BILD»-Reporter Daniel Cremer :

ProSieben bestätigte eine Stunde später die Meldungen der Bombendrohung auf der Kurznachrichten-Plattform:

Ein Hallensprecher hatte zunächst technische Probleme als Grund für die Evakuierung genannt. «Wegen technischer Probleme kann das Top Model Finale heute nicht weiter gesendet werden», hiess es anfangs auch auf einem Laufband, das der Sender ausstrahlte.

Doch keine Festnahme

Laut «BILD» und «Spiegel Online» sei in der Halle ein Mann von der Polizei festgenommen worden. Er soll sich während einer Pause Moderatorin Heidi Klum genähert und eine Bombendrohung ausgesprochen haben. Daraufhin sei Klum zusammen mit ihrer Tochter Leni und dem Rest der Jury aus der Halle und «an einen geheimen Ort gebracht» worden.

Die Polizei wies die Berichte zurück. «Es gibt keine Festnahme», sagte ihr Sprecher. Urheber und Motiv der Drohung sind zurzeit nicht bekannt.

Erst die Jury, dann das Publikum

«BILD»-Chefreporter Cremer berichtete, zuerst seien nur Jury und Models aus dem Stadion gebracht worden. Eine Publikumsevakuation habe es erst rund 20 Minuten nach der Bombenmeldung gegeben. Diese Angaben decken sich mit Insiderinformationen von «Spiegel Online». Die mehreren Tausend Zuschauer hätten das Gebäude «sicher verlassen», schreibt die Polizei in einer Mitteilung.

Ein Video auf Instagram soll die Evakuation zeigen:

Viele Zuschauer liessen beim Verlassen der SAP-Arena Jacken und Taschen auf ihren Plätzen zurück. Zahlreiche Mädchen standen nach der Räumung frierend ohne Jacken auf dem Parkplatz. Später wurden sie angewiesen, nach Hause zu gehen.

Einige Fans, die rund um der Halle standen, äusserten Unmut über die Evakuierung. Sie hatten den Eindruck, dass die Prominenten bevorzugt behandelt worden seien. Diese hätten die Bühne schon deutlich früher verlassen. «Wenn 10'000 Zuschauer verrecken, ist das nicht so schlimm wie bei den Promis», sagte die 23-jährige Lisa Bollinger aus Ludwigshafen.

Andere zeigten Verständnis: «Man muss jetzt halt spontan sein», sagte Julia Philips aus Schleswig-Holstein. «Alles ist ganz friedlich abgelaufen. Traurig sind wir schon, wir sind extra aus Travemünde angereist. Wir schlafen in Heidelberg und fahren dann wieder nach Hause.»

Der Sender ProSieben teilte auf Twitter mit, die Entscheidung, wie die Evakuierung ablaufen sollte, sei von Polizei und Sicherheitskräften getroffen worden.

Das Finale wird wiederholt – und zwar am 28. Mai, wie ProSieben via Twitter mitteilt:

(SDA)

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