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«Die Banknoten lagen überall auf der Strasse herum»

Bei Lausanne wurde ein Geldtransporter überfallen und mehrere Fahrzeuge abgefackelt. Die Täter sind auf der Flucht.

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«Überall lagen die Noten auf der Strasse herum», beschreibt ein Zeuge die Situation kurz nach dem Überfall.
«Überall lagen die Noten auf der Strasse herum», beschreibt ein Zeuge die Situation kurz nach dem Überfall.
Leser 20min
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Ein Lieferwagen einer privaten Geldtransportfirma ist in der Nacht auf Donnerstag in Mont-sur-Lausanne überfallen worden. Die unbekannten Angreifer setzten mehrere Fahrzeuge in Brand und flüchteten mit einem Geldbetrag in unbekannter Höhe.

Die Täter hatten den Geldtransporter gegen 00.30 Uhr auf der Strasse in Mont-sur-Lausanne blockiert und zwangen die Kuriere mit vorgehaltener Waffe zum Verlassen des Fahrzeugs, wie die Kantonspolizei Waadt am Donnerstag mitteilte.

Den Tätern gelang es, das Heck des Lieferwagens zu öffnen und einen Teil der Geldlieferung zu ergreifen. Wie gross der gestohlene Betrag ist, konnte noch nicht ermittelt werden.

Offenbar ging den Tätern beim Raub einiges an Geld abhanden, wie ein Zeuge zu 20min.ch sagt. «Die Noten lagen einfach überall verstreut auf der Strasse rum». Um welchen Betrag es sich ungefähr handelte, kann er allerdings nicht sagen. «Die Polizei hat alles abgesperrt, man konnte nicht näher ran gehen.»

Video: Raubüberfall auf Geldtransporter

Die Fahrer eines Geldtransporters wurden mit Waffen bedroht und das Fahrzeug anschliessend abgebrannt. (Video: Tamedia)

Wie viele Täter beteiligt waren, ist unklar. Nach dem Überfall setzten sie den Geldtransporter und mehrere andere Fahrzeuge in Brand und verliessen den Tatort in unbekannte Richtung. Nach Polizeiangaben ergriffen sie wahrscheinlich in einem grossen hellen Fahrzeug die Flucht. Ein Geldkurier erlitt eine leichte Kopfverletzung. Er wurde medizinisch versorgt. Die anderen Geldkuriere wurden psychologisch betreut.

Trotz einer Grossfahndung unter Beteiligung zahlreicher Patrouillen der Kantonspolizeien der Waadt und der benachbarten Kantone sowie des Grenzschutzkorps konnten die Täter bisher nicht verhaftet werden. Die Kantonspolizei Waadt startete einen Zeugenaufruf. Sie wollte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA keine weiteren Informationen bekanntgeben.

Wie vor einem Jahr

Bereits 2018 gab es an derselben Stelle einen ähnlichen Überfall. Damals waren die Räuber mit Kalaschnikows bewaffnet. Auch steckten sie den Geldtransporter nach dem Überfall in Brand, ebenso zwei weitere gestohlene Lieferwagen und ein Auto. Die Ermittlungen in diesem Fall sind laut der Kantonspolizei weiter im Gange.

In der Waadt war bereits Ende Mai 2017 ein Geldtransporter spektakulär nach Frankreich entführt und dort ausgeraubt worden. Die mutmasslichen Täter kamen zunächst mit einer Beute von 40 Millionen Franken davon, konnten aber kurz darauf in Frankreich gefasst werden.

(SDA)

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