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Geldstrafe für den «Mord» an Putins Wachsfigur

Iana Jdanova ist als erste Femen-Aktivistin in Frankreich veurteilt worden.

6000 Euro Strafe: Femen-Aktivistin Iana Jdanova bei ihrer Aktion im Pariser Museum Grevin. (5. Juni 2014)
6000 Euro Strafe: Femen-Aktivistin Iana Jdanova bei ihrer Aktion im Pariser Museum Grevin. (5. Juni 2014)
AFP

Ein Gericht in Paris sprach die aus der Ukraine stammende Iana Jdanova der «sexuellen Zurschaustellung» schuldig und verdonnerte die 26-Jährige zur Zahlung von rund 6000 Euro. Jdanova hatte Anfang Juni in dem Museum ihren Oberkörper entblösst, auf dem in Rot «Kill Putin» geschrieben stand.

Dann schnappte sie sich Putins Wachsfigur, rammte ihm mehrmals einen Holzstock in die Brust und rief dabei «Diktator Putin». Den «getöteten» Putin warf sie anderen ringsum stehenden Staats- und Regierungschefs aus Wachs, darunter die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, vor die Füsse. Die 26-jährige Aktivistin stammt aus der Ostukraine und lebt seit zwei Jahren als politischer Flüchtling in Frankreich.

Die Femen-Gruppe ist für ihre Proteste mit nacktem Oberkörper bekannt. Jdanova bezeichnete das Urteil als «einen Witz» und kündigte gemeinsam mit ihrer Anwältin an, Berufung einzulegen. Notfalls will sie bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. Demnach ist es das erste Mal, dass eine Femen-Aktion in Frankreich mit einer Verurteilung endet.

SDA/rar

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