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Gasleck in Bhopal: Mindestens 41 Menschen erkrankt

Vor 30 Jahren kam es im indischen Bhopal zu einer der schlimmsten Chemiekatastrophen aller Zeiten – nun trat schon wieder Gas aus einer Fabrik aus. Arbeiter erbrachen und klagten über Atemnot.

Die letzte Chemiekatastrophe ist noch nicht verwunden: Eine Anwohnerin zeichnet in Bhopal einen Slogan an die Wand. (30. November 2014)
Die letzte Chemiekatastrophe ist noch nicht verwunden: Eine Anwohnerin zeichnet in Bhopal einen Slogan an die Wand. (30. November 2014)
Keystone

Drei Tage vor dem 30. Jahrestag der Chemiekatastrophe von Bhopal ist aus einer Fabrik in der Nähe der indischen Stadt giftiges Gas ausgeströmt. Mindestens 41 Menschen seien erkrankt und in umliegende Spitäler gebracht worden, teilten die Behörden am Sonntag mit.

Arbeiter in der Nähe der Anlage hätten erbrochen und über Atemnot geklagt, sagte der Leiter der Bezirksverwaltung der Nachrichtenagentur dpa. Vermutlich sei Chlorgas ausgeströmt.

Das Unglück von Bhopal im Jahr 1984 ist eine der schlimmsten Chemiekatastrophen der Geschichte. Damals entwichen aus einer Pestizid-Fabrik Tonnen der hochgiftigen Verbindung Methylisocyanat in die Atmosphäre. Nach Angaben von Menschenrechtlern starben mehr als 20'000 Menschen, Hunderttausende erkrankten.

Bei einem weiteren Vorfall nahe Mumbai erkrankten mindestens 300 Menschen in einem Armenviertel der Stadt Ulhasnagar. Wie der Sender NDTV berichtete, war Giftmüll in Kanäle des Slums gekippt worden.

(SDA)

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