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«Fünf, sechs Bären hätten sicher Platz»

Der Bärenbeauftragte des Bundes, Mario Theus, freut sich über die Rückkehr des Bären ins Bündnerland, obwohl das Raubtier bereits fünf Schafe gerissen hat. Noch wird aber ein Abschuss nicht diskutiert.

Die Wanderer werden gewarnt: Im Nationalpark treibt sich ein Bär herum (Video: Keystone).

Mario Theus macht den jugendlichen Spieltrieb des Bären für die fünf toten Schafe verantwortlich, wie er in einem Interview im «Sonntag» sagt. Der Experte unterstützt die Bündner Wildhüter bei der Aufnahme der Schäden und steht Bauern beratend zur Seite.

Laut Theus ist die Schweiz heute viel besser auf den Bären vorbereitet als noch vor fünf Jahren. Doch noch immer liesse sich der Herdenschutz verbessern. Ständige Behirtung und das Einzäunen in der Nacht seien effektive Methoden, um Bären Fern zu halten. Da in den Bergregionen heute weniger Menschen leben als noch vor 100 hundert Jahren urteilt er: «Im Bündnerland fänden problemlos noch fünf, sechs Bären Platz, im Tessin sogar noch mehr.»

Der Bär wird nicht abgeschossen

Vergangene Woche wurden die Stimmen einzelner Bauern und Schafzüchter im Bündnerland lauter, die einen Abschuss des Bären fordern. Das vermutlich drei- bis fünfjährige Männchen ist am Donnerstag vor zwei Wochen über den Umbrailpass vom Südtirol ins Münstertal eingewandert. Seither hat das Tier auf seinem Weg ins Unterengadin fünf Schafe gerissen, zuletzt eines am Mittwoch.

«Die Zahl der gerissenen Schafe ist kein Abschusskriterium», macht der eidgenössische Jagdinspektor Reinhard Schnidrig gegenüber der «SonntagsZeitung» klar und fügt an, dass es «momentan keinen Grund gibt, über einen Abschuss zu diskutieren». Das sieht German Schmutz, Präsident des Schweizerischen Schafzuchtverbands anders. Er sei überrascht, wie schnell der Bär als «unproblematisch» bezeichnet werde.

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