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Frau in Kabul wegen Koran-Verbrennung gelyncht

Ein Gewaltverbrechen erschüttert Afghanistan. Eine Frau, die angeblich einen Koran verbrannt hat, wurde von einer wütenden Menge brutal getötet.

Die Polizei sei nicht gegen den Mob angekommen: Anwohner betrachten den Ort des Geschehens. (19.03.2015)
Die Polizei sei nicht gegen den Mob angekommen: Anwohner betrachten den Ort des Geschehens. (19.03.2015)
Shah Marai, AFP

Ein Mob hat in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Frau gelyncht, weil sie einen Koran verbrannt haben soll. Die Gruppe habe die Frau zu Tode geprügelt, ihre Leiche in Brand gesteckt und in einen Fluss geworfen, sagte der Leiter der Kriminalpolizei von Kabul, Farid Afsali. «Tausende» Menschen hätten sich an der Moschee im Stadtteil Shahi Dojamshira versammelt, wo die Frau den Koran verbrannt haben soll. Die Polizei habe Mühe gehabt, die wütende Menge auseinanderzutreiben.

Der Sprecher des Innenministeriums, Sedik Sedikki, bestätigte den Vorfall. Es seien Untersuchungen zum Hergang eingeleitet worden. In sozialen Netzwerken machten Fotos von dem Angriff die Runde. Im Jahr 2012 hatten Berichte, wonach auf dem US-Stützpunkt Bagram mehrere Koran-Ausgaben verbrannt worden waren, zu tagelangen gewaltsamen Protesten in Afghanistan geführt. Rund 30 Menschen wurden dabei getötet.

(AFP)

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