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Französin gesteht Tötung von acht Babys

Die Mutter der acht in Gärten in Frankreich verscharrten Babys hat zugegeben, ihre Kinder getötet zu haben.

Die geständige Frau war so dick, dass ihre Schwangerschaften nicht auffielen: Das ehemalige Haus des Ehepaars in Villers-sur-Tertre.
Die geständige Frau war so dick, dass ihre Schwangerschaften nicht auffielen: Das ehemalige Haus des Ehepaars in Villers-sur-Tertre.
Reuters

Acht Schwangerschaften und Geburten, acht Kinder getötet - und niemand hat etwas bemerkt. Frankreich ist entsetzt über den Fall einer 45-jährigen Mutter, die gestanden hat, acht ihrer Neugeborenen umgebracht zu haben.

Die Polizei fand die Babyleichen in zwei verschiedenen Gärten vergraben in dem 650-Einwohner Dorf Villers-au-Tertre. «Es waren ganz normale Leute», erzählen Nachbarn, die nicht glauben mögen, was sich in ihrer nächsten Nähe abgespielt hat.

Die Kindsmörderin ist Krankenpflegerin

Die Geständige ist so dick, dass eine Schwangerschaft kaum auffällt. Sie arbeitet als Krankenpflegerin. Ihr Mann ist Zimmermann. Er gilt im Dorf als hilfsbereiter Heimwerker, der sofort kommt, wenn ihn jemand um Hilfe bittet.

Im Gemeinderat sitzt er auch. Die beiden sind Mitglieder des Festkomitees, das für den kommenden Samstag ein Dorffest organisieren wollte. Sie haben zwei erwachsene Töchter und bereits zwei Enkelkinder.

In Plastiksäcken vergraben

Die beiden hatten zunächst auf dem Hof der Eltern der Frau gewohnt. Als diese starben, verkauften sie das Gut und zogen innerhalb des Dorfes um. Als die neuen Besitzer im Garten eine Grube aushoben, machten sie den grausigen Fund: Plastiksäcke mit winzigen Knochen. Sie stammten laut Experten von Neugeborenen, die vor etwa zehn Jahren zur Welt gekommen waren. Es lag nahe, die früheren Bewohner des Hauses zur Rede zu stellen.

Die Mutter habe umgehend gestanden, dass es ihre Kinder seien, die sie getötet habe - und dass es noch weitere Leichen gebe, berichtete die Zeitung «Le Parisien». Bislang fanden die Ermittler acht Kinderleichen, zwei im Garten der Eltern und die übrigen sechs im Garten des neuen Hauses. Wenn sich die Aussagen der Frau bewahrheiten, wäre das der schlimmste Fall von Kindestötungen in Frankreich seit drei Jahrzehnten.

Wunsch nach Schwangerschaft

Laut Psychiater Pierre Lamothe, der sich mit dem Phänomen der Kindstötungen beschäftigt, hat jemand, der so etwas tut, möglicherweise den Wunsch, «schwanger zu sein ohne gebären zu wollen». Dass Mütter ihre getöteten Kinder in der Nähe bestatteten, sei nicht ungewöhnlich. «Es ist eine Art, sie bei sich zu behalten.»

Ob der Ehemann von den Schwangerschaften und den toten Kindern wusste, ist bislang unklar. Er sei völlig benommen und spreche nur wenig, hiess es in Ermittlerkreisen. Das Paar wurde am Mittwochabend in Polizeigewahrsam genommen und sollte am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

(SDA)

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