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Fossetts Flugzeugwrack gefunden

In Kalifornien haben Suchtrupps das Flugzeugwrack des seit über einem Jahr verschwundenen US-Abenteurers Steve Fossett aufgespürt.

Madera-County-Sheriff John Anderson zeigt eine Kopie der Ausweise, die Wanderer Preston Morrow gefunden hat...
Madera-County-Sheriff John Anderson zeigt eine Kopie der Ausweise, die Wanderer Preston Morrow gefunden hat...
Keystone
... es sind die Papiere von Steve Fossett.
... es sind die Papiere von Steve Fossett.
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Das sagt der Sheriff des Bezirks Madera County, John Anderson. Eine Suchmannschaft habe das Wrack am späten Mittwochabend (Ortszeit) aus der Luft geortet. Daraufhin seien Bodenteams zu der besagten Stelle geschickt worden. Diese hätten bestätigt, dass es sich um die einmotorige Bellanca von Fosset handle. An der Ostseite der Sierra Nevada hatten Wanderer zu Beginn der Woche Fluglizenzen mit Fossets Namen, einen Pullover und zehn Hundert-Dollar-Noten gefunden.

Die Hoffnung, Fossett lebend zu finden, hatten Angehörige und Freunde schon Wochen nach seinem Verschwinden aufgegeben. Im Februar war er auf Antrag seiner Ehefrau Peggy Fossett von einem Gericht für tot erklärt worden.

Neue Hoffnung für die Witwe

Am Mittwoch reagierte die Witwe auf die neuen Nachrichten: «Ich hoffe sehr, dass bei dieser Suche die Absturzstelle und die Überreste meines Mannes gefunden werden». Sie sei den Helfern sehr dankbar.

Fossett wollte am 3. September 2007 mit einer einmotorigen Maschine einen kurzen Rundflug im US-Staat Nevada machen. Dabei wollte er eine Piste für einen Rekordversuch mit einem raketengetriebenen Fahrzeug suchen.

Rekordjäger

Eigentlich keine Herausforderung für jemanden, der 2002 die erste Solo-Nonstop-Umrundung der Erde in einem Ballon meisterte und drei Jahre später mit dem Leichtflugzeug «GlobalFlyer» als erster Mensch allein ohne Zwischenstopp rund um die Welt flog. Auch den Ärmelkanal durchschwamm er.

Nach einer Notlandung war Fossett einmal 50 Kilometer zu Fuss gegangen. Nach so vielen Extrem-Erfahrungen hatten viele die Hoffnung, er könnte einen Absturz in der Wüste überlebt haben und harre irgendwo aus.

Entsprechend umfassend war die Suche - eine der grössten und intensivsten nach einem verschollenen Flugzeug in der jüngeren Geschichte der USA. Rund 52'000 Quadratkilometer hatten Suchtrupps überflogen oder durchquert. Dabei hatten sie auch die kalifornischen Gipfel an der Grenze zu Nevada abgesucht.

Verschollen im «Nevada-Dreieck»

Multi-Millionär Fossett hatte seinen Reichtum als Rohstoffhändler in Chicago und dann als Unternehmer erarbeitet. Schon bald nach seinem Verschwinden sprachen viele vom «Nevada- Dreieck», in Anlehnung an das Bermuda-Dreieck im Atlantik.

Dort waren Schiffe und Flugzeuge spurlos und auf rätselhafte Weise verschwunden. Nach Einstellung der offiziellen Suchaktion gaben Fossetts Familie und Freunde über eine Million Dollar für weitere Nachforschungen aus.

«Er war einer, der immer überlebte», sagte Peggy Fossett unter Tränen vor Gericht, als ihr Mann für tot erklärt wurde. «Jeder dachte, er würde eines Tages hereinspazieren und von einem weiteren Abenteuer erzählen.»

AP/cpm

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