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Flugzeug stürzt in Zuschauertribüne – neun Tote

Ein 74-jähriger Pilot hat bei einer Flugschau im US-Staat Nevada die Kontrolle über die Maschine verloren und ist in die Zuschauertribüne gekracht. Neun Menschen starben, mehr als 50 wurden verletzt.

Kurz nach dem Unglück: Drei Menschen starben bei dem Unfall an der Flugshow im US-Staat Nevada. (16. September 2011)
Kurz nach dem Unglück: Drei Menschen starben bei dem Unfall an der Flugshow im US-Staat Nevada. (16. September 2011)
Keystone
Über 50 Menschen wurden beim Flugunglück verletzt: Hilfskräfte versorgend die Verletzten. (16. September 2011)
Über 50 Menschen wurden beim Flugunglück verletzt: Hilfskräfte versorgend die Verletzten. (16. September 2011)
Keystone
Nimmt Stellung: Mike Houghton, Präsident der Reno Air Racing Association (l.) während einer Pressekonferenz. (16. September 2011)
Nimmt Stellung: Mike Houghton, Präsident der Reno Air Racing Association (l.) während einer Pressekonferenz. (16. September 2011)
Keystone
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Der Oldtimer vom Typ Mustang stürzte am Freitag während eines Flugshow in Reno fast senkrecht ab und zerschellte im Zuschauerbereich vor einer Tribüne. Die Unglücksursache war zunächst unklar, der tödlich verunglückte 74-jährige Pilot galt als erfahren.

Renos Vize-Polizeichef Dave Evans sagte am Samstag, auf der Rollbahn der National Championship Air Races in der Wüste ausserhalb der Stadt seien die Leichen berreste von sieben Menschen geborgen worden. Zwei weitere Menschen seien im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Amateurvideos zeigten die letzten Sekunden des Jagdflugzeugs P-51 Mustang mit dem Namen «Galloping Ghost» (Galoppierender Geist) und die entsetzten Gesichter der Zuschauer.

Ausser Kontrolle

Auf den Aufnahmen war zu sehen, wie die Maschine plötzlich ausser Kontrolle geriet, trudelte und fast senkrecht in einen Bereich stürzte, in dem Zuschauer an einzelnen Tischen sassen. Ein Augenzeuge berichtete der Zeitung «Reno Gazette-Journal», am Unglücksort sehe es aus, als wäre eine Bombe explodiert. «Es ist wie bei einem Massaker» - überall lägen Gliedmassen. «Ein Mann wurde in zwei Stücke gerissen. Überall ist Blut». 54 Menschen wurden nach Angaben der Krankenhäuser verletzt, acht von ihnen schwebten in Lebensgefahr.

Nach Einschätzung eines Augenzeugen konnte der Pilot Jimmy Leeward durch ein Flugmanöver in letzter Sekunde verhindern, dass seine im Jahr 1940 gebaute einsitzige Maschine direkt in die Zuschauertribüne raste. «Ich schätze, er hat 200 bis 300 anderen Menschen das Leben gerettet», sagte der Zuschauer Ben Cissell dem US-Nachrichtensender CNN. Nach Angaben der Organisatoren der Flugschau setzte der Pilot während des Rennens kurz vor dem Unfall einen Notruf ab. Warum er die Kontrolle über seine Maschine verlor, war zunächst unklar.

Sehr erfahren

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB nahm Ermittlungen auf. Ein Sprecher bestätigte, dass es Berichte gebe, wonach sich ein Teil der Heckflosse im Flug gelöst habe. Erste Berichte, wonach Leeward, ein Immobilienhändler aus Florida, gesundheitliche Probleme gehabt haben könnte, wiesen die Organisatoren der Flugschau zurück.

Der Pilot sei völlig gesund gewesen, sagte der Leiter des Flugschau-Verbands, Mike Houghton. Leeward sei ein «sehr erfahrener, talentierter Pilot» gewesen, der seit 1975 bei den jährlichen Rennen in Reno dabei war. Leewards Familie schrieb auf der Facebook-Seite des Flug-Veteranen, sie sei in tiefer Trauer über die Tragödie: «Bitte betet mit uns für alle betroffenen Familien.»

SDA/wid

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