Zum Hauptinhalt springen

Flugverbot bei Bárdarbunga aufgehoben

Der Vulkan Bárdarbunga auf Island hat sich wieder beruhigt. Die Behörden hoben das Flugverbot über dem Berg wieder auf. Das Naturschauspiel könnte zu einer Touristenattraktion werden.

Das flüssige Gestein hat es an die Oberfläche geschafft: Austretende Lava am Fusse des Bardabunga. (31. August 2014)
Das flüssige Gestein hat es an die Oberfläche geschafft: Austretende Lava am Fusse des Bardabunga. (31. August 2014)
Armann Hoskuldsson, Reuters
Nördlich des Gletschers Vatnajökull tritt erneut Lava aus, eine Aschewolke hat sich zunächst aber nicht gebildet: Rauch und Dampf steigen bei einer Spalte im Lavafeld Holuhraun auf. (29. August 2014)
Nördlich des Gletschers Vatnajökull tritt erneut Lava aus, eine Aschewolke hat sich zunächst aber nicht gebildet: Rauch und Dampf steigen bei einer Spalte im Lavafeld Holuhraun auf. (29. August 2014)
Vilhelm Gunnarsso, Keystone
Verschiedentlich hatten die Behörden schon die Alarmstufe Rot verhängt, die für einen unmittelbar bevorstehenden Vulkanausbruch oder grosse Ascheemissionen steht: Eine gesperrte Strasse in der Nähe des Vatnajökull-Gletschers. (24. August 2014)
Verschiedentlich hatten die Behörden schon die Alarmstufe Rot verhängt, die für einen unmittelbar bevorstehenden Vulkanausbruch oder grosse Ascheemissionen steht: Eine gesperrte Strasse in der Nähe des Vatnajökull-Gletschers. (24. August 2014)
Vilhelm Gunnarsson, Keystone
1 / 11

Der isländische Vulkan Bardarbunga im Südosten der Insel hat am Freitag kurzzeitig für Aufregung gesorgt. Die meteorologische Behörde stellte nahe dem Vulkan eine kleine Eruption auf einem Lavafeld fünf Kilometer nördlich der Gletscherzunge Dyngjujökull fest, die zum landesweit grössten Gletscher Vatnajökull gehört.

(Bild: ruv.is)
(Bild: ruv.is)

Der Luftraum über dem Vulkan wurde daraufhin geschlossen. Die Behörden riefen die Alarmstufe rot aus, die für einen unmittelbar bevorstehenden Vulkanausbruch oder grosse Ascheemissionen steht.

Bilder einer Webcam zeigen, wie Rauch vom Vulkan aufsteigt.

(Bild: livefromiceland.is)

Später wurde die Alarmstufe auf Orange - die zweithöchste Stufe - gesenkt: Das Radarsystem hatte keinen signifikanten Ausstoss vulkanischer Asche feststellen können. Der Luftverkehr rund um den Vulkan blieb bis zu einer Flughöhe von 1 524 Meter weiter gesperrt. Dies beeinträchtigte den Angaben zufolge jedoch nicht den kommerziellen Flugverkehr, alle Flughäfen des Landes blieben geöffnet.

Bei dem auf dem Lavafeld Holuhraun beobachteten Ausbruch handelte es sich den Angaben zufolge um eine Spalteneruption. Sie sorgte für einen fast ein Kilometer langen Riss an der Oberfläche, aus dem das glühende Magma austrat. Den Ausbruch beschrieben die Behörden als nicht hochexplosiv. Dabei sei nicht viel von der Feinasche herausgeschleudert worden, die für Motoren von Flugzeugen gefährlich werden könne.

Relativ ungefährliche Touristenattraktion

«Wenn der Ausbruch so bleibt, dann könnte er eine Touristenattraktion werden, weil es relativ ungefährlich sein wird, sich anzunähern, obwohl die Gegend abgelegen ist», sagte David Rothery, Professor für Geowissenschaften an der Offenen Universität in Grossbritannien. Durch diese Eruption baue der Bardarbunga keinen Druck ab, es sei aber auch keine klare Vorankündigung eines nahe bevorstehenden Ausbruchs des Vulkans.

An dem Vulkan rumort es seit Tagen. Am Samstag hatte Island vorübergehend die höchste Warnstufe für den internationalen Luftverkehr ausgerufen, weil ein Ausbruch und eine Aschewolke befürchtet worden waren. Einen Tag später nahmen die Behörden die Warnung von rot auf orange zurück, weil eine Eruption doch nicht unmittelbar bevorstehe.

2010 hatte der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island eine riesige Aschewolke ausgestossen. Es wurde ein fünftägiges Flugverbot verhängt, weil Schäden an den Triebwerken durch die Asche befürchtet wurden. Hunderttausende Flüge weltweit fielen damals aus.

AP/mw/bru/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch